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Facebook-Chef Zuckerberg buhlt um Elite-Studenten

Das soziale Netzwerk Facebook wächst unaufhörlich und muss das Personal aufstocken. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg besuchte jetzt persönlich die Elite-Unis MIT und Harvard, um dort die klügsten Köpfe für Facebook anzuwerben.

08.11.2011, 18:17 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Um weiter zu wachsen, braucht Facebook neue Mitarbeiter. Gründer und Chef Mark Zuckerberg hat sich deshalb persönlich zu einigen US-Unis aufgemacht, um Studenten anzuwerben. Was Zuckerberg auch verriet: Er bekam Hilfe von Steve Jobs beim Aufbau von Facebook.

Zuckerberg wirbt für Facebook als Arbeitgeber

Facebook braucht neue Mitarbeiter. Weil das Soziale Online-Netzwerk scheinbar unaufhörlich wächst und immer neue Funktionen bekommt, stockt Gründer und Chef Mark Zuckerberg seine Mannschaft auf. Er geht dabei an den amerikanischen Elite-Unis auf die Jagd nach Talenten. "Es gibt eine Menge wirklich kluger Leute hier", sagte Zuckerberg auf die Frage einer Reporterin, warum er denn das Massachusetts Institute of Technologie (MIT) und Harvard besuche.

Die beiden Unis, die in direkter Nachbarschaft in der Ortschaft Cambridge angesiedelt sind, gelten als Kaderschmieden in den USA. Zuckerberg selbst hatte in Harvard studiert, aber abgebrochen, um sein eigenes Unternehmen aufzubauen: Facebook. Nun ist er am Montag das erste Mal offiziell zurückgekehrt, um sich mit Studenten zu treffen und ihnen Facebook als Arbeitgeber schmackhaft zu machen.

"Es ist eine großartige Zeit, um herzukommen", sagte Zuckerberg bei einer Pressekonferenz unter freiem Himmel. In den vergangenen fünf Jahren sei es bei Facebook darum gegangen, die Leute miteinander zu vernetzen. In den nächsten fünf Jahren werde es darum gehen, die Inhalte auszubauen. Deshalb ist Zuckerberg auf die Elite-Studenten angewiesen. "Viele von ihnen werden in den kommenden Wochen die Entscheidung treffen, wo sie arbeiten wollen, wenn sie fertig studiert haben."

Facebook liefert sich mit Google Wettbewerb um die klügsten Köpfe

Facebook buhlt dabei etwa mit Google um die besten Leute. Auch der Suchmaschinen-Betreiber ist auf Nachwuchs angewiesen, zum Beispiel um sein eigenes Soziales Netzwerk Google+ voran zu treiben. Facebook hat mittlerweile mehr als 800 Millionen Mitglieder, Google+ kommt auf rund 40 Millionen Nutzer.

Facebook startete früher und hatte zudem Unterstützung von keinem Geringeren als dem kürzlich verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Zuckerberg erzählte in einem am Montag beim amerikanischen TV-Sender PBS ausgestrahlten Interview, dass er von Jobs Ratschläge bekommen habe. Es sei zum Beispiel darum gegangen, wie man sich auf das Wesentliche konzentriert, wenn eine Firma immer größer wird.

Er habe mit Jobs darüber gesprochen, dass es in einem Unternehmen nicht nur um Gewinne, sondern auch um eine Mission gehen müsse, sagte Zuckerberg. So wie Apple seinen Kunden bestmögliche Produkte bieten wolle, sei es die Mission von Facebook, als Online-Netzwerk die Menschen miteinander zu verbinden.

Apple und Amazon als Facebook-Verbündete

Apple und den weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon sieht Zuckerberg als Verbündete. "Wir führen eine Menge Gespräche mit Leuten bei beiden Unternehmen und versuchen herauszufinden, wie wir mehr gemeinsam machen können." Mit Google sei das Verhältnis anders. Der Internet-Konzern sei mehr auf Wettbewerb aus und versuche, "seine eigene kleine Version von Facebook zu bauen", sagte Zuckerberg mit Blick auf das erst vor wenigen Monaten gestartete Google+.

Auch Jobs hatte seinerzeit gute Worte für Zuckerberg übrig. Seinem Biografen Walter Isaacson erzählte der Apple-Gründer, er bewundere Zuckerberg dafür, dass dieser auch hohe Kaufangebote ausgeschlagen habe, um sein Unternehmen selber weiterzuentwickeln. Jobs habe nie angeboten, Facebook zu kaufen, sagte Zuckerberg jetzt in der Sendung des Talkmasters Charlie Rose.

Zuckerberg: Eine Menge Produkte werden künftig überdacht

Laut Zuckerberg bleibt es aber auch nach der Aufbauphase spannend bei Facebook. "Ich bin überzeugt, dass in den kommenden Jahren eine Menge Produkte überdacht werden", sagte er beim Besuch von Harvard. Am Dienstag wollte er den Studenten der Carnegie Mellon University in Pittsburgh seine Ideen näherbringen und dann seine Tour an der US-Ostküste beenden.

(Jörg Schamberg)

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