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Facebook-Chef als Gott: Fan will Zuckerberg-Religion gründen

Nach Feierabend noch Zeit übrig und im Fernsehen kommt nichts Interessantes? Dann könnte man sich dem Projekt "Zuckerberg-Religion" widmen. Ein unbekannter "Zuck"-Fan will sie ins Leben rufen - und sucht noch engagierte Mitstreiter.

27.05.2014, 08:01 Uhr
Facebook © Facebook

Wer noch einen Job sucht oder nach Feierabend ein paar Stunden für Mystisches übrig hat, kann sich auf der Craigslist als Mitbegründer einer Religion bewerben. Ob er davon seine Miete zahlen kann, ist allerdings offen. Das räumt der Religionsstifter, ein anonymer Zuckerberg-Fan, immerhin freimütig ein. Aber Spaß soll in der Glaubensgemeinschaft garantiert sein, heißt es in dem Post auf dem Netzwerk-Portal. Chef-Gott ist Facebook-Ikone Mark Zuckerberg, flankiert von diversen Assistenz-Göttern, unter anderem Ashley Anderson, dem "Zuck"-Fan zufolge Zuckerbergs erste High-School-Liebe.

Stifter: "Religion soll Spaß machen"

Dass der Facebook-Gründer spätestens seit dem Hollywood-Film "The Social Network" aus dem Jahre 2010 Kultstatus hat, ist wohl unbestritten, auch wenn das soziale Netzwerk mit weltweit 1,3 Milliarde Nutzern immer wieder Negativ-Schlagzeilen macht. Eine "Startup-Religion" zu kreieren, ist allerdings eine neue Dimension. Gesucht werden Schriftsteller, Künstler und Theologen ebenso wie Philosophen, Filmemacher und Web Designer.

Ganz neu ist die Idee einer Glaubensstiftung nicht. Immerhin haben Starwars-Fans den "Jediismus" ins Leben gerufen, der es immerhin in den Online-Duden Wikipedia geschafft hat und dem man in Deutschland beitreten kann. Das Geschäftsmodell der Facebook-Religion ist allerdings zweifelhaft: "Geld kann ich nicht bieten", heißt es sinngemäß in dem anonymen Post in der Rubrik Jobs – Kunst, Medien und Gestaltung. "Ich mache das nur zum Spaß". Er sei ein spiritueller Mensch, so der Unbekannte weiter, und die gängigen Religionen langweilen ihn. "Ich möchte eine Religion gründen, an die zu glauben Spaß macht."

Haupt-Handlungsort: "Zucks" High School

Immerhin: Sollte wider Erwarten doch eines Tages der Geldhahn sprudeln, so verspricht der Stifter seine Mitstreiter angemessen auszuzahlen, wie das bei Startups üblich ist. Die Idee: Zuckerberg ist der Avatar einer Jehova-ähnlichen Figur in einer spirituellen Matrix. Alle Statisten haben den Status von Computerspiel-Figuren, während der Hauptgott auf Hilfsgötter wie den besagten Schul-Schwarm oder Facebook-Chefin und Autorin Sheryl Sandberg zählen kann. Hauptort der Handlung: Zuckerbergs High School Phillips Exeter, eine Schule für Götter und Seelenretter aller Art, analog zur Zauberschule "Hogwarts" in der Romanserie "Harry Potter" von Joanne Rowling.

Beitrittsvoraussetzungen gibt es nicht. Man müsse auch kein "Zuckerberg-Jünger" sein, um an dem Projekt mitzuarbeiten, gesteht der Stifter seinen künftigen Mitstreitern zu. Er ist jedoch zuversichtlich, dass das Projekt ein Selbstläufer wird – zumindest in seinen Augen. "Ich bin mal Christ, mal Moslem, mal Atheist", so der Zuckerberg-Fan. Und wenn er sich etwas ausdenke, glaube er nach kurzer Zeit auch daran. Will wohl heißen: Believing by Doing - möglicherweise wird es den Mitstreitern über kurz oder lang ähnlich gehen.

(Dorothee Monreal)

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