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Facebook: Börsengang wohl erst Ende 2012

Widersprüchliche Meldungen um den Börsengang von Facebook: Laut "Financial Times" will das Online-Netzwerk erst im Herbst 2012 an die Börse gehen, laut "New York Times" bleibe es beim Börsengang im ersten Halbjahr des kommenden Jahres.

15.09.2011, 11:27 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Facebook hat seinen für Anfang 2012 erwarteten Börsengang noch gar nicht offiziell angekündigt - doch schon jetzt gibt es widersprüchliche Berichte, ob er auf Ende des Jahres verschoben wird. Erst berichtete die "Financial Times" am Mittwochabend, das weltgrößte Online-Netzwerk wolle erst im Herbst an die Börse gehen. Anschließend hieß es bei der "New York Times" ebenfalls unter Berufung auf informierte Kreise, Facebook bleibe auf Kurs für einen Börsengang im ersten Halbjahr 2012.

Facebook bis zu 100 Milliarden Dollar wert

Das Interesse für den Börsengang des Online-Netzwerkes ist schon seit Monaten riesig. Facebook wird ein Unternehmenswert von 100 Milliarden Dollar zugetraut. Berechnet man den Wert heute anhand von auf dem Zweitmarkt gehandelten Mitarbeiter-Aktien, würde er bei 60 bis 70 Milliarden Dollar liegen.

Facebook hatte seinen Börsengang zwar nie offiziell auf einen bestimmten Termin angesetzt. Er wurde bisher aber allgemein für die erste Hälfte 2012 erwartet, auch weil das weltgrößte Online-Netzwerk bei der Zahl der Anteilseigner auf eine Größenordnung zusteuert, die ein US-Unternehmen zur Offenlegung seiner Zahlen verpflichtet. Jetzt schrieb die "Financial Times", Gründer und Chef Mark Zuckerberg wolle bis September kommenden Jahres warten, damit sich die Mitarbeiter länger auf die Produktentwicklung statt auf den Aktienhandel konzentrierten. Es sei keine Reaktion auf die aktuelle Börsenschwäche.

Zuckerberg teilt die Kontrolle über sein Unternehmen nur ungern

Zuckerberg war schon immer abgeneigt, die Kontrolle über sein Unternehmen zu teilen. Er schlug bereits in den Anfangsjahren Milliarden-Kaufangebote aus und hielt sich bisher auch mit einem Börsengang zurück, weil Facebook jetzt mehr Spielraum hat. Allerdings ist absehbar, dass die amerikanischen Unternehmensregeln die Firma am Ende an die Börse zwingen.

(Jörg Schamberg)

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