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Facebook: Behördenanfragen um 24 Prozent gestiegen

Facebook hat im ersten Halbjahr 2014 von Behörden weltweit 34.946 Anfragen auf Herausgabe von Nutzerdaten erhalten. Das sind 24 Prozent mehr als im Halbjahr zuvor.

05.11.2014, 11:43 Uhr
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Facebook hat im ersten Halbjahr 2014 von Behörden weltweit 34.946 Anfragen auf Herausgabe von Nutzerdaten erhalten. Das sind 24 Prozent mehr als im Halbjahr zuvor.

7,3 Prozent der Anfragen aus Deutschland

Die Behörden wollten aber nicht nur Zugriff auf Nutzerdaten erhalten, sondern in anderen Fällen auch die Löschung spezieller Inhalte erreichen. In Deutschland ist es zum Beispiel untersagt, den Holocaust zu leugnen. Diese Anfagen stiegen weltweit um 19 Prozent.

In seinem dritten Bericht über Regierungsanfragen (Government Requests Report) hat Facebook auch die Zahlen zu einzelnen Ländern veröffentlicht. In Deutschland gab es demnach insgesamt 2.537 Anfragen von Behörden. Das sind 7,3 Prozent aller Anfragen weltweit.

Facebook blockt deutsche Behörden

Dabei wurden zwischen Januar und Juni 2014 Daten von 3.078 Nutzern angefordert. In 33,94 Prozent der Anfragen hat Facebook "einige Daten erstellt", also Nutzerdaten herausgegeben. In 34 Fällen wurden Inhalte gelöscht.

Weitere Details nannte Facebook nicht. Einige Länder unterbinden aber auch rechtlich die Veröffentlichung weiterer Informationen. So bleibt zum Beispiel ungenannt, ob die Nutzerdaten an Strafverfolgungsbehörden oder an Geheimdienste gingen.

Im Bericht wird jedoch betont, dass jeder Antrag geprüft werde und sich Facebook heftig dagegen wehre, wenn Anfragen für nicht gesetzeskonform gehalten werden. Explizit wird ein Fall genannt, wo ein Gericht in New York Daten aus den Nutzerkonten von fast 400 Personen haben wollte. Die Entscheidung vor einem Berufungsgericht stehe bald an.

(Peter Giesecke)

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