News

Facebook at Work: Richtig arbeiten statt heimlich Katzenbilder schauen

In vielen Unternehmen ist den Mitarbeitern die private Nutzung von Facebook verboten. Mit Facebook at Work soll es aber bald ein Angebot geben, das dienstlich genutzt wird - als Konkurrenz zu Xing und LinkedIn.

17.11.2014, 09:16 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Das weltweit größte Online-Netzwerk Facebook will laut einem Zeitungsbericht auch bei der internen Kommunikation in Unternehmen mitmischen. Mit "Facebook at Work" sollen sich Mitarbeiter untereinander austauschen und gemeinsam an Dokumenten arbeiten können, berichtet die Financial Times.

Konkurrenz für Xing und LinkedIn

Außerdem könnten sie sich mit beruflichen Kontakten vernetzen. Die Unternehmensversion solle äußerlich sehr wie die gewohnte Facebook-Website aussehen, aber Nutzern erlauben, berufliche und private Profile zu trennen. Der Dienst werde gerade mit Firmen getestet, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Facebook würde mit einem solchen Schritt viele Rivalen auf einmal angreifen. So wetteifern unter anderem Microsoft und Google darum, Unternehmen eine Plattform für die Arbeit mit Dokumenten zu bieten. Die Verbindung zu beruflichen Kontakten könnte ins Geschäft heutiger Karriere-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing schneiden. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Anbietern spezialisierter Kommunikations-Lösungen für Unternehmen.

Datenschutz und Privatsphäre

Facebook ist das mit Abstand größte Online-Netzwerk mit über 1,3 Milliarden Nutzern. Allerdings sperren einige Firmen Facebook derzeit aus, weil sie befürchten, dass Mitarbeiter zu viel Bürozeit damit verbringen würden. Außerdem müsste Facebook das Vertrauen von Unternehmen gewinnen, um ihre Dokumente speichern zu dürfen. Facebook schlägt nach wie vor viel Misstrauen entgegen, wenn es um Datenschutz und Privatsphäre geht.

Zugleich bemüht sich die US-Firma derzeit sehr, den anfänglichen schlechten Ruf bei diesen Fragen loszuwerden. Außerdem führte Facebook insbesondere nach den Enthüllungen über die NSA-Überwachung eine flächendeckende Verschlüsselung ein. Bisher wurden auch keine erfolgreichen Hacker-Angriffe bekannt.

Bei Facebook selbst nutzen die Mitarbeiter die eigene Website bereits seit langem auch im Büroalltag. Es sei auch schon seit einiger Zeit darüber diskutiert worden, dies als Produkt für andere Unternehmen anzubieten, schrieb die "Financial Times". Zumindest anfangs solle die Plattform kostenlos angeboten werden. Facebook finanziert sich durch Werbung. Und je mehr Zeit Nutzer in dem Online-Netzwerk verbringen, desto mehr Anzeigen können ihnen eingeblendet werden.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang