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"F.A.S.": Massiver Stellenabbau bei BenQ-Siemens

Ein Viertel der Arbeitsplätze in Deutschland ist nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gefährdet.

01.07.2006, 16:47 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Beim Handy-Hersteller BenQ droht offenbar ein massiver Stellenabbau. "Ein Viertel der Arbeitsplätze in Deutschland ist gefährdet", berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreie. BenQ-Chef Clemens Joos hatte angekündigt, 500 Millionen Euro an Kosten im laufenden Jahr einzusparen, um so aus der Verlustzone zu kommen. Dies wird aber laut "F.A.S." dadurch erschwert, dass die neuen Handy-Modelle nicht rechtzeitig in die Geschäfte kommen.
Auslieferungsschwierigkeiten
Es habe Verzögerungen bei der Auslieferung der Mobiltelefone gegeben, räumte ein BenQ-Sprecher dem Blatt zufolge ein. Der Sprecher begründete diese Schwierigkeiten laut "F.A.S." mit der Übergangsphase von Siemens zum neuen taiwanesischen Eigentümer BenQ: "Die Firma existiert gerade ein halbes Jahr." BenQ hatte im vergangenen Jahr die Handysparte des deutschen Siemens-Konzerns übernommen.
Konkrete Pläne zur Stellenstreichung wollte der BenQ-Sprecher nicht bestätigen. "Akuell ist nichts geplant", war laut "F.A.S." die offizielle Auskunft. BenQ mobile beschäftigt dem Blatt zufolge weltweit 7.000 Mitarbeiter, 3.300 davon in Deutschland. Für die Werke in Kamp-Lintfort und Bocholt, wo 1.900 Angestellte hauptsächlich in der Produktion arbeiten, laufe Ende des Jahres eine Standortgarantie aus. Für die 1.400 Mitarbeiter in Entwicklung, Marketing und Verwaltung am Standort München gebe es keinen besonderen Schutz vor Kündigungen.

(Hayo Lücke)

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