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Exklusiv: The Phone House hat viel vor

Zukunftspläne: Geschäftsführer Ralf-Peter Simon verrät, wie es mit dem Münsteraner Mobilfunk-Service-Provider weitergehen soll.

17.03.2006, 17:42 Uhr
CeBIT© CeBIT

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist in Bewegung. Das verdeutlicht ein Blick auf die zahlreichen Discounter, die mit Dumpingpreisen auf Kundenfang sind. Die Neulinge haben ihre Suchscheinwerfer nicht nur auf Mobilfunk-Neueinsteiger ausgerichtet, sondern auch auf wechselwillige Kunden der großen Netzbetreiber.
Wachstum im Fokus
Immer mehr Kunden sind es leid, parallel zu einer monatlichen Grundgebühr teure Minutenpreise zu zahlen. Mit dem 009 Discount-Tarif ist auch The Phone House am Markt der Billiganbieter aktiv. Den Fokus legt der Münsteraner Mobilfunk-Service-Provider aber auf andere Kunden, wie uns Phone-House-Chef Ralf-Peter Simon auf der CeBIT erklärte: Für sein Unternehmen stünde der Discount-Markt nicht an erster Stelle.
Vielmehr wolle The Phone House auch in Zukunft durch "werthaltige" Kunden wachsen. "Profitables Wachstum steht im Vordergrund", so Simon. Bei Neuverträgen entscheiden sich nach seinen Angaben aktuell über 50 Prozent der Neukunden für einen Vertragstarif. Von diesen neuen Vertragskunden setzen wiederum 80 Prozent auf exklusiv von The Phone House vermarktete Tarife wie die Just Talk-Familie. Der 009-Discount-Tarif ist eher als Ergänzungsprodukt zu verstehen - oder als Notanker: "Bevor der Kunde einen unserer Shops ohne einen Vertrag verlässt, möchten wir ihm auch ein Discount-Angebot anbieten können", erklärt Simon.
Ziel: 10 Prozent Marktanteil
Mit Stolz blickt der Phone-House-Chef auf den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde. Entgegen dem Trend in der Branche sei dieser größtenteils stabil geblieben. "Wir liegen hier 30 bis 40 Prozent über den Service-Provider-Wettbewerbern", so Simon. Ausgedrückt in Zahlen will The Phone House seinen derzeitigen Marktanteil von 5 Prozent bis Ende März 2007 auf 7,5 Prozent steigern. Langfristig will das Telekommunikationsunternehmen 10 Prozent der deutschen Handytelefonierer bedienen.
Der Bestand von aktuell 1,1 Millionen Kunden soll künftig unter anderem durch den Verkauf exklusiver Endgeräte angekurbelt werden. Ein erster Test mit dem Pink RAZR verlief so erfolgreich, dass weitere Exklusiv-Handys folgen sollen.
Exklusive Endgeräte
Die britische Muttergesellschaft Carphone Warehouse arbeitet unter anderem mit einem chinesischen Hersteller zusammen, der gezielt auf ihre Wünsche eingehe. "Die Kaufentscheidung ist getrieben vom Endgerät", zeigt sich Simon auch von der Strategie überzeugt den Kunden unter der Marke The Phone House verschiedene Handys für alle deutschen Netze anbieten zu können.
Außerdem will Simon den eigenen Kunden künftig auch Musikdienste zur Verfügung stellen. Dabei gehe es nicht zwingend darum, die Downloads auf das Handy über Anbieter wie Jamba zu realisieren. Vielmehr sei auch denkbar, eine direkte Zusammenarbeit mit den einzelnen Plattenfirmen anzustreben. "Es geht um mehr als Handy und Vertrag", ist Simon mit Blick auf zukünftige Geschäfte überzeugt.
Neue Shops
Auch mit einer neuen Shopstrategie will The Phone House neue Kundenkreise erschließen. In den Shops soll die Konzentration auf Top-Angebote erfolgen, wobei der Kunde klar zwischen Prepaid- und Postpaid-Produkten unterscheiden können wird. In Kürze eröffnet der 100. Shop des Providers, im Laufe des Jahres sollen 40 weitere folgen.

(Hayo Lücke)

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