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ExB plant Revolution der Nutzung von Tablet-PCs

Das Münchener Start-up ExB will die Nutzung von Tablet-PCs mit der Software PTPT grundlegend ändern. Inhalte sollen von Apps befreit und danach geordnet werden, was Nutzer wirklich benötigen.

26.05.2011, 17:31 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die Münchner Softwarefirma ExB ptpt GmbH will mit einer neuartigen Software-Oberfläche die Nutzung von Tablet-PCs revolutionieren. Über eine Niederlassung in Taipei will das kleine Unternehmen nun die Aufmerksamkeit der großen Hersteller von Android-Tablets in Asien wecken. Das Interesse sei sehr groß, sagte Ramin Assadollahi, Gründer und Chef von ExB petitpetit am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. "Alle großen Hersteller testen unsere Software derzeit."

PTPT: Geordnete Inhalte statt Apps

Seit März arbeiten rund 400 Nutzer an der Beta-Version mit, um die Software stabil und marktreif zu machen. Unter der Oberfläche PTPT, gesprochen "petit petit", sollen Inhalte von ihren Programmen "befreit" und danach geordnet werden, was Nutzer wirklich benötigten. "Wir gehen weg von dem herrschenden "App-Wahn" und integrieren die Inhalte wieder in ihre Zusammenhänge", sagte Assadollahi. Über den eigenen Messenger lassen sich zum Beispiel Nachrichten als SMS oder an Facebook und Twitter schicken. Ob eine E-Mail, SMS oder ein Kalendereintrag - jede Information sortiert PTPT unter eine der Kategorien Leute, Dinge, Ort und Zeit (People, Things, Places und Time, PTPT).

Mit einem Fingerwisch fasst die Software zum Beispiel die Kommunikation mit einer bestimmten Person zusammen, egal ob sie über Facebook, Twitter, Chat oder E-Mail erfolgt ist. Die Informationen lassen sich auch nach Orten oder Tagen sortieren. "Der Nutzer generiert auf seinem Tablet immer mehr Daten, kann sie aber immer weniger managen", sagt Assadollahi.

PTPT zunächst für Android erhältlich

Nach dem großen Erfolg von Apples iPad haben inzwischen viele großen Hersteller eigene Tablets als Flaggschiff im Sortiment. Ein Interesse an Möglichkeiten, sich von dem großen Vorbild abzuheben, dürfte groß sein, meinte Assadollahi. PTPT haben die rund 17 Programmierer der 22-Köpfigen Firma zunächst auf Googles Android als das am weitesten verbreiteten Betriebssystem angepasst. Die Software lasse sich aber auch schnell auf andere Systeme adaptieren.

(Jörg Schamberg)

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