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EVAG erntet Spott und Häme für Hashtag-Verbot

Mit einer peinlichen Panne im digitalen Nahverkehr hat die Essener Verkehrs-AG (EVAG) unerwartet bundesweite Aufmerksamkeit bekommen.

15.02.2012, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Mit einer peinlichen Panne im digitalen Nahverkehr hat die Essener Verkehrs-AG (EVAG) unerwartet bundesweite Aufmerksamkeit bekommen. Das Unternehmen forderte einen Twitter-Nutzer am Dienstagabend mit einer "letzten Warnung" auf, nicht länger "EVAG" als Hashtag zu verwenden. Weil aber niemand vorschreiben kann, wie ein solches Twitter-Stichwort zu nutzen ist, ging der Schuss nach hinten los: Zahllose andere Twitterer sprangen der auf diese Weise bedrängten "VRR Fanpage" zur Seite.

Twitter im #EVAG-Wahn

Die Busse und Bahnen in Essen beschäftigten nun auf einmal die Twitter-Gemeinde in ganz Deutschland. Um die Aufforderung des Nahverkehrsunternehmens ad absurdum zu führen, machten sich Twitterer auf vielfältige Weise darüber lustig - und vergaßen natürlich nie, den Hashtag "EVAG" dazuzusetzen.

Der Rechtsanwalt Udo Vetter riet am Mittwoch zu "Vorsicht beim Hashtag #evag. Eva G. möchte nicht erwähnt werden und spricht deshalb Verwarnungen aus." Schließlich entschuldigte sich die Essener Verkehrs-AG in einem Tweet an alle. Die Aufforderung habe sich wegen "beleidigender Inhalte" allein an die "VRR Fanpage" gerichtet.

"Natürlich ist uns bewusst, dass wir Hashtags nicht verbieten können", sagte EVAG-Sprecher Olaf Frei der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben unglücklich formuliert und gegen Kommunikationsregeln in der Community verstoßen." Der Sprecher würdigte die Kreativität vieler Kommentare: "Da können wir auch mit Schmunzeln hingucken."

(Hayo Lücke)

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