News

Eutelsat startet 2010 einen 10-Mbit-Satelliten

Der Satellit KA-SAT soll europaweit bis zu zwei Millionen Haushalte mit bis zu zehn Megabit pro Sekunde versorgen können. Für flächendeckende Breitbandversorgung gäbe es bereits ausreichende Kapazitäten.

22.09.2009, 17:03 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat sieht sich durch die Bundesregierung darin bestärkt, mittels Internet via Satellit weiter an der flächendeckenden Breitbandversorgung in unterversorgten ländlichen Regionen zu arbeiten. Zugleich kündigt das Unternehmen den Start eines neuen Satelliten im kommenden Jahr an.
Gute Alternative zu Mobilfunk
Die Bundesregierung habe dem Unternehmen nach bestätigt, an einem Technologie- und Anbietermix bei der Breitbandversorgung interessiert zu sein. Dabei stelle die Satellitenanbindung eine gute Alternative für eine Mindestversorgung gegenüber Mobilfunk über Rundfunkfrequenzen dar. Für den deutschen und europäischen Markt seien laut Eutelsat ausreichend Satellitenkapazitäten vorhanden. Darüber hinaus sei die Internetanbindung via Satellit im Gegensatz zur Mobiltechnik über Rundfunkfrequenzen ohne Subventionen sofort an jedem beliebigen Ort in Deutschland verfügbar.
Eutelsat bietet in Deutschland über die Vertriebspartner Hetan@home und sat_speed den satellitengestützten Breitbanddienst Tooway an. Dieser bietet Haushalten einen Internetzugang mit Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Zudem will das Unternehmen Ende 2010 einen neuen Hochleistungssatelliten starten, der europaweit bis zu zwei Millionen Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu zehn Mbit/s versorgen kann.
Regionale Projekte
Vor kurzem startete Eutelsat gemeinsame Projekte mit den Landesregierungen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Interessierte Haushalte erhalten dort Satelliten-Internet mit 3,6 Mbit/s für rund 40 Euro monatlich ohne zusätzliche Hardware-Kosten. Mit weiteren interessierten Landesregierungen und Kommunalvertretern befindet sich das Unternehmen in Gesprächen.
In Europa setzen Länder und Regionen in der Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien bereits seit längerem auf Satellitentechnik zum Schließen der Breitbandlücken. Aktuell nutzen laut Eutelsat Kunden in 22 europäischen Ländern Tooway.

(Michael Posdziech)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang