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Europol sprengt internationalen Kinderpornoring

Im Rahmen der "Operation Ikarus" haben europäische Polizeibehörden einen Kinderpornoring ausgehoben: In 22 Ländern wurden 112 Verdächtige festgenommen. Über das Internet wurde auch Videomaterial getauscht, dass die Vergewaltigung von Babys und Kleinkindern zeigte.

16.12.2011, 17:46 Uhr (Quelle: DPA)
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Europäische Polizeibehörden haben einen internationalen Kinderpornoring ausgehoben. In 22 Ländern wurden bei der "Operation Ikarus" seit Jahresbeginn bereits 269 Verdächtige beobachtet und 112 festgenommen, wie Europol am Freitag in Den Haag in einer Presseinformation mitteilte.

Europol will Produzenten ausfindig machen

Das Netzwerk arbeitet demnach über das Internet und tauscht Videomaterial zu sexuellem Missbrauch in extremer Form aus. Es gehe dabei auch um Vergewaltigung von Babys und Kleinkindern, heißt es in der Mitteilung.

Nach Angaben von Europol brachte die "Operation Icarus" bisher unbekannte Netzwerke zutage und ist noch nicht abgeschlossen. Sie ziele darauf ab, die Produzenten ausfindig zu machen und weitere Verdächtige sowie die Opfer zu identifizieren. Weitere Festnahmen seien zu erwarten.

Bei einem dänischen Verdächtigen stellten die Ermittler 29 Terabyte Datenmaterial sicher, bei einem Schweizer wurde 120 Terabyte Material gefunden. In den kommenden Monaten sollen tausende Stunden Materials gesichtet, teilweise forensisch untersucht und ausgewertet werden.

(Jörg Schamberg)

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