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EU will Auflagen für Festnetzanbieter lockern

Immer mehr Kunden weichen auf Handys oder Internet-Dienste wie Skype aus und meiden das Festnetz zum Telefonieren. Die EU-Kommission will den Festnetzanbietern daher mehr Freiheiten geben, da sie ausreichend Konkurrenz erhalten hätten.

09.10.2014, 17:48 Uhr (Quelle: DPA)
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Festnetzanbieter in Europa sollen künftig mehr Freiheit zum Beispiel bei der Tarifgestaltung bekommen. Das hat die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel beschlossen. Die EU-Staaten hatten dem Vorhaben im Vorfeld zugestimmt.

Immer mehr Kunden verzichten auf Festnetz-Telefonanschluss

Da viele Kunden heute auf Mobiltelefone oder Internet-Telefondienste wie etwa Skype auswichen, hätten Festnetz-Anbieter inzwischen gesunde Konkurrenz bekommen, erklärte die EU-Kommission. Immer mehr Kunden verzichteten hingegen auf einen Festnetz-Telefonanschluss. Steigende Preise seien daher nicht zu befürchten. "Neue Trends bedeuten neue Arten von Wettbewerb", sagte die EU-Kommissarin für Telekommunikation, Neelie Kroes.

Beinahe jeder dritte Haushalt in der Europäischen Union (31 Prozent) hat inzwischen ein Mobiltelefon aber keinen Festnetzanschluss. Deutschland liegt hier allerdings deutlich unter dem Schnitt: Hier trifft dies nur auf 8 Prozent aller Haushalte zu. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der EU-Kommission (PDF) hervor. Die Brüsseler Behörde ließ dazu im Januar mehr als 27.700 Personen in den 28 EU-Staaten befragen.

Auch für den Gebrauch der Netze etablierter Telefongesellschaften durch neue Anbieter soll der Staat weniger Auflagen machen. Die nationalen Aufsichtsbehörden haben nun bis zu drei Jahre Zeit, die Märkte zu liberalisieren.

(Jörg Schamberg)

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