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EU will auch SMS günstiger machen

Das Telefonieren im Ausland ist bereits deutlich günstiger geworden. Jetzt soll auch das Verschicken von SMS und das mobile Surfen im Internet im Ausland günstiger werden.

04.10.2007, 15:51 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Nach den günstigeren Gebühren für Handy-Gespräche sollen nach dem Willen der EU auch SMS und Datendienste im Ausland billiger werden. Sollten die Telefongesellschaften diese bislang hohen Tarife nicht von sich aus senken, drohten im kommenden Jahr entsprechende Vorschriften, sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding am Donnerstag in Brüssel.
Sinkende Gebühren in Aussicht
Bei den Vorschriften für die Gebühren-Höchstbeträge habe sich der Gesetzgeber zunächst nur deshalb auf die Sprachtelefonie beschränkt, weil zunächst noch kein ausreichendes Datenmaterial zu den anderen Tarifen vorgelegen habe, betonte sie. Dieses Material werde nun aber zusammengestellt. Ende des Jahres will die EU-Kommission einen Zwischenbericht zur Entwicklung der seit Ende August geltenden Sprach-Tarife vorlegen. Im Frühjahr soll ein weiterer Bericht zur Entwicklung der SMS- und Datentarife im Ausland folgen.
Zur Umsetzung der EU-Auslandstarife für Handygespräche zog Reding eine positive Bilanz: Die Verbraucher hätten bei eigenen Anrufen im Schnitt 57 Prozent, bei der Annahme von Gesprächen im Ausland sogar 60 Prozent gespart, sagte sie. Laut dem so genannten Eurotarif dürfen in Auslandsnetzen abgehende Gespräche höchstens 49 Cent je Minute kosten, die Annahme von Anrufen höchstens 24 Cent. Einschließlich deutscher Mehrwertsteuer sind das höchstens 58 beziehungsweise 29 Cent.
Eine Reihe von Anbietern blieb laut Kommission deutlich darunter. Den niedrigsten Tarif fand die Behörde in den Niederlanden mit 20 Cent für ausgehende und eingehende Anrufe. Die deutschen Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 vollzogen die Umstellung auf die EU-Auslandstarife fristgerecht oder sogar vorzeitig.
Vorgaben werden meist umgesetzt
Nach den Berichten der nationalen Regulierungsbehörden und Verbraucherschutzorganisationen werden auch die EU-Vorschriften über die Gebührentransparenz von den Telefongesellschaften weitgehend umgesetzt. Seit Ende September müssen sie Handybesitzer in Auslandsnetzen mit einer kostenlosen SMS über die wichtigsten Tarife informieren.

(Hayo Lücke)

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