EU-Beschluss

EU verschärft Kampf gegen Hacker: Heimatländern drohen Sanktionen

Die EU will künftig die Heimatländer krimineller Hacker bestrafen, wenn diese wissentlich Cyberattacken von ihrem Territorium aus zulassen. Möglich sei etwa auch die Verhängung von Sanktionen.

Jörg Schamberg, 20.06.2017, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Hackerangriff© Sergey Nivens / Fotolia.com

Luxemburg - Die Europäische Union droht Heimatländern von kriminellen Hackern mit Sanktionen. Staaten dürften nicht wissentlich zulassen, dass von ihrem Hoheitsgebiet aus Cyberattacken begangen werden, beschlossen die EU-Außenminister am Montag in Luxemburg. Wenn sie dies dennoch täten, müssten sie künftig mit Gegenmaßnahmen rechnen. Dies könnten wenn notwendig auch Sanktionen sein.

Hacker unter anderem aus Russland in Verdacht

Zuletzt waren unter anderem Hacker aus Russland in Verdacht geraten, den US-Präsidentschaftswahlkampf beeinflusst zu haben. Sie sollen mit der illegalen Veröffentlichung von Mails aus dem Lager der Demokratin Hillary Clinton dem später siegreichen Republikaner Donald Trump in die Hände gespielt haben.

Cyberattacken können sich auch gegen sensible Infrastrukturen wie die Strom- und Wassereversorgung richten. Im Mai hatte ein Angriff, der nach Einschätzung von Experten von Nordkorea ausgegangen sein könnte, unter anderem britische Krankenhäuser lahmgelegt.

Wie die EU eindeutig eine Beteiligung von Staaten an solchen Angriffen nachweisen will, blieb zunächst unklar.

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