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EU unterstützt BenQ-Mobile-Opfer

Die EU-Kommission schickt Fördergelder für die Ex-Mitarbeiter des insolventen Handy-Herstellers BenQ Mobile auf den Weg.

28.09.2007, 13:10 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Die Europäische Kommission wird die ehemaligen Arbeitnehmer des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile mit Fördergeldern unterstützen. Ab spätestens Frühjahr 2008 sollen den Leidtragenden 12,8 Millionen Euro zukommen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Monetärer Trost
Anfang Juni dieses Jahres erhielt die EU-Kommission nach eigenen Angaben den deutschen Antrag für Fördergelder aus dem EU-Fonds - erst im August gelang diese Information an die Öffentlichkeit. Wenn Europa-Parlament und -Rat ihre Zustimmung geben, steht einem geplanten Maßnahmenprogramm nichts mehr im Weg. Dieses soll am kommenden Montag starten: die ehemaligen BenQ-Beschäftigten erhalten Programme zur Wiedereingliederung in das Berufsleben und Möglichkeiten der Umschulung.
Nach dpa-Informationen seien 1719 Ex-Beschäftigte in Kamp-Lintfort, 1342 in München und 242 in Bocholt betroffen. In Kamp-Lintfort sei die Lage noch immer schwierig. Hier sind nach Angaben des Arbeitsministeriums noch 800 Betroffene auf Arbeitssuche. Zum Vergleich: 2500 der insgesamt rund 3300 Ex-BenQ-Mitarbeiter wurden nach der Pleite in Transfergesellschaften eingegliedert. 1300 davon seien mittlerweile wieder fest angestellt oder selbstständig.
Globalisierungsfonds sei Dank
Im Dezember 2005 wurde auf dem EU-Gipfel grünes Licht für den Globalisierungsfonds gegeben. Dieser soll die Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung auffangen und dann einspringen, wenn Firmen wegen Veränderungen des Marktes oder Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer innerhalb Europas Arbeitsplätze abbauen. Bisher wurde der jährlich mit 500 Millionen Euro ausgestattete Fonds vier Mal zu Hilfe gerufen.

(Michael Müller)

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