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EU stellt Mobilfunk-Roaming-Tarife ins Web

Die EU-Kommission hofft, dass die Verbraucher durch den Vergleich besser informiert werden, welche Kosten bei Handytelefonaten im Ausland auf sie zukommen.

05.10.2005, 08:58 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Im Kampf gegen zu hohe Auslandsgebühren bei Handytelefonaten setzt die EU auf Transparenz: Eine neu eingerichtete Website im Internet listet die Auslandstarife der Betreiber aus allen 25 EU-Staaten auf. Allerdings werden nur diejenigen Tarife zusammengestellt, die die Anbieter ohnehin selbst veröffentlichen. Die EU-Kommission hofft, dass die Verbraucher durch den Vergleich besser informiert werden, welche Kosten bei Handytelefonaten im Ausland auf sie zukommen.
"Nur ein wohl informierter Verbraucher ist auch ein gut gerüsteter Verbraucher", erklärte die für Informationstechnologie und Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding. Auf diese Weise will die Kommission den Druck auf die Betreiber erhöhen, die Preise zu senken. Vorbild ist der Automarkt: Brüssel veröffentlicht seit Jahren einen Vergleich der europäischen Autopreise. In der Folge gleichen sich die Kosten langsam an.
Zum Teil ein teurer Spaß
Als Beispiel für die hohen Preise nannte die EU-Kommission ein Telefonat eines Deutschen aus Österreich nach Hause: Dafür zahle er für die erste Minute bis zu 1,70 Euro, für ein Vier-Minuten-Gespräch 5,52 Euro. Für die Annahme eines Anrufs aus Deutschland in Österreich werden ihm für die vier Minuten 2,20 Euro berechnet. Am teuersten sei mit bis zu zehn Euro ein Vier-Minuten-Gespräch in Zypern für den Inhaber eines belgischen Handyvertrags.

(Hayo Lücke)

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