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EU-Kommission verlängert Frist für Prüfung der Fusion von E-Plus und Telefónica

Erneuter Aufschub um fünf Arbeitstage: Die EU-Kartellwächter wollen nun bis zum 3. Juli über die Fusion von Telefónica und E-Plus entscheiden.

20.05.2014, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
Europa © finecki / Fotolia.com

Europas Kartellwächter haben ihre Entscheidung über die Fusion von E-Plus und Telefónica Deutschland erneut verschoben. Die EU-Kommission wolle den Fall nun bis zum 3. Juli abschließen, teilte das Büro von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Montag in Brüssel mit.

Keine Begründung für Verschiebung

Die Verlängerung um fünf Arbeitstage sei "in Übereinstimmung mit den Parteien" erfolgt. Gründe nannte die EU-Behörde nicht. Zuletzt hatte Telefónica Zugeständnisse angeboten, um den Deal durchzubringen.

Telefónica Deutschland mit der Marke o2 will E-Plus von dem niederländischen KPN-Konzern für mehr als acht Milliarden Euro kaufen. Die Zahl der Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland würde damit von vier auf drei schrumpfen, was den Wettbewerb schwächen würde. Als Konkurrenz blieben nur die Deutsche Telekom und Vodafone. Branchenkenner gehen daher davon aus, dass Brüssel die Fusion nur mit Auflagen genehmigen wird. Laut Medienberichten verlangt die EU-Kommission nun, dass kleinere Konkurrenten im deutschen Markt - beispielsweise United Internet oder Freenet - wettbewerbsfähiger gemacht werden.

(Jörg Schamberg)

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