News

EU-Kommission: Microsoft hat noch acht Tage

Im Streit um das Quasi-Monopol von Microsoft hat die EU-Kommission dem weltgrößten Softwarehersteller ein Ultimatum bis Mitte kommender Woche gesetzt.

15.11.2006, 12:09 Uhr
Europa © finecki / Fotolia.com

Im Streit um das Quasi-Monopol von Microsoft hat die EU-Kommission dem weltgrößten Softwarehersteller ein Ultimatum bis Mitte kommender Woche gesetzt. Der US-Konzern habe noch acht Tage, um Wettbewerbsauflagen zu erfüllen, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes nach Angaben des britischen "Guardian".
Millionenstrafen drohen Erfüllt Microsoft die von Brüssel gestellten Bedingungen nicht, drohen erneut Millionenstrafen. Bereits im März 2004 hatte die EU-Kommission wegen Marktmissbrauchs ein Rekord-Zwangsgeld von 497 Millionen Euro gegen Microsoft verhängt. Im Juli dieses Jahres erließ Kroes zusätzliche Strafen von 280,5 Millionen Euro. Dagegen hat Microsoft Berufung vor Gericht eingelegt.
"Ich bin die Schiedsrichterin
"Ich bin die Schiedsrichterin in diesem Spiel, und ich werde hart und fair sein", sagte Kroes dem "Guardian" weiter. Europas mächtige Wettbewerbshüterin wirft Microsoft vor, Konkurrenten Informationen über entscheidende Programmteile der Microsoft-Software vorzuenthalten und so zu verhindern, dass alternative Programme auf den Markt kommen. "Es beeindruckt mich nicht, wenn jemand sagt, 90 Prozent der Informationen seien bereits da. Wir brauchen 100 Prozent", sagte Kroes dem "Guardian". "Die Informationen hätten bereits vor Monaten auf dem Tisch liegen müssen."

(Denise Bergfeld)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang