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EU-Kommission: Expertengruppe soll Vorschläge zur Funkfrequenz-Vergabe machen

Ein von der EU-Kommission eingesetztes neues Beratungsgremium soll bis Juli einen Abschlussbericht mit Vorschlägen für die Nutzung der freiwerdenden Rundfunkfrequenzen vorlegen. Mit den Frequenzen sollen insbesondere Engpässe beim mobilen Internet vermieden werden.

13.01.2014, 15:45 Uhr (Quelle: DPA)
Europa © finecki / Fotolia.com

Eine Expertengruppe soll im Auftrag der EU-Kommission Vorschläge zur Nutzung freiwerdender Rundfunkfrequenzen machen. Bis zum Juli solle ein Abschlussbericht vorliegen, kündigte die Brüsseler Behörde am Montag an. Er erwarte "schwierige Diskussionen", sagte der ehemalige Chef der Welthandelsorganisation Pascal Lamy, der die Gruppe leitet.

Neue Frequenzen für mobiles Internet

Die EU-Kommissarin für Digitales, Neelie Kroes, erklärte: "Die gegenwärtige Art der Frequenzzuteilung ist den Verbrauchergewohnheiten der Zukunft - die sich durch umfangreiche Nutzung audiovisueller Dienste über Breitband und (Internetfernsehen) IPTV auszeichnen werden - nicht gewachsen." Angesichts des rapide wachsenden Datenverkehrs im Internet soll die Zuteilung neuer Frequenzen helfen, Engpässe zu vermeiden.

Die EU-Kommission will gemeinsam mit den europäischen Staaten Leitlinien für die Vergabe der Frequenzen erarbeiten. Die Empfehlungen der Gruppe sollen dabei helfen. Es geht insbesondere um die Nutzung von Frequenzen aus dem sogenannten UHF-Band von 470 bis 790 Megahertz. Diese Frequenzen wurden bisher unter anderem für den analogen Fernsehempfang genutzt.

(Jörg Schamberg)

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