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EU-Kommissarin Kroes fordert Meldepflicht bei Datenlecks

Kommen einem Unternehmen Daten durch Hacker oder Geheimdienste abhanden, so müsse dies nach Ansicht von EU-Kommissarin Neelie Kroes gemeldet werden. Kroes sprach sich zudem gegen ein abgeschottetes "europäisches Internet" aus.

02.02.2014, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Die EU-Kommissarin Neelie Kroes ist für eine "gesetzliche Meldepflicht für alle in Europa tätigen Firmen, denen Daten abhanden gekommen sind". Dabei sei es egal, ob die Daten "durch Hacker oder durch Geheimdienste" abgeschöpft worden seien, sagte die Niederländerin dem Magazin "Der Spiegel".

Kroes gegen "europäisches Internet"

Die auch von der Telekom vorgetragene Idee, den elektronischen Datenverkehr zur Sicherheit weitgehend über europäische Rechenzentren abzuwickeln, hält Kroes nicht für sinnvoll. "Es ist nicht realistisch, dass wir Daten innerhalb Europas behalten können, und der Versuch könnte die Offenheit des Internets gefährden", sagte sie. Besser wäre die Entwicklung von Qualitätssiegeln für Datensicherheit im Rahmen der Initiative "European Cloud Partnership".

(Jörg Schamberg)

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