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EU-Kommissar Oettinger will Digitalisierung beschleunigen

Der Deutsche Günther Oettinger wird in der neuen EU-Kommission unter Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker als Kommissar für die digitale Wirtschaft zuständig sein. Die Digitalisierung soll unter Oettinger laut "Welt am Sonntag" mehr Tempo erhalten. Vor Google solle Europa sich zudem nicht fürchten.

14.09.2014, 10:53 Uhr (Quelle: DPA)
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EU-Kommissar Günther Oettinger (PDF) verlangt bei der Digitalisierung mehr Tempo. "Wir müssen die Geschwindigkeit unseres Handelns deutlich erhöhen. Die Revolution vollzieht sich schneller, als viele Akteure in Politik und Wirtschaft es wahrhaben wollen", sagte Oettinger, der in der nächsten Kommission für die digitale Wirtschaft zuständig sein wird, der "Welt am Sonntag". Die Digitalisierung wolle er zum Top-Thema in Deutschland und Europa machen.

Keine Angst vor Google

Es dürfe nicht dazu kommen, dass der US-Konzern Google Produkte wie Autos oder Fernseher herstelle "und europäischen Unternehmen die Rolle der Zulieferer bleibt", warnte Oettinger. Es sei falsch, Angst vor Google zu haben. "Es ist nicht garantiert, dass der Vorsprung von Google erhalten bleibt. Im Übrigen verfügen wir über wettbewerbsrechtliche Instrumente", betont Oettinger. Deutschland nehme bei der Digitalisierung Europas eine wichtige Rolle ein. "Die Kraft der deutschen Wirtschaft kann zum Motor des digitalen Fortschritts in Europa werden", so Oettinger.

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte der Zeitung, es sei wichtig, die rechtlichen und steuerlichen Bedingungen für junge Startup-Firmen zu verbessern. Der SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sprach von einer "Zeitenwende" und verlangte wie Hasselfeldt einen "digitalen Ruck".

(Jörg Schamberg)

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