Urheberrechtsklage von Sony

EU-Generalanwalt: Gewerbetreibende haften nicht für offenes WLAN

Sony klagt gegen einen bayerischen Gewerbetreibenden, über dessen ungesichertes WLAN-Netz ein Musikalbum kostenlos zum Download angeboten wurde. Laut EU-Generalanwalt Maciej Szpunar seien Gewerbetreibende nicht für Urheberrechtsverletzungen Dritter haftbar.

Jörg Schamberg, 16.03.2016, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
WLAN-Verschlüsselung WPA© lassedesignen / Fotolia.com

Luxemburg - Nach Einschätzung eines wichtigen EU-Gutachters können Gewerbetreibende, die ein ungesichertes WLAN-Netz betreiben, nicht für Urheberrechtsverletzungen Dritter haftbar gemacht werden.

Urteil fällt in einigen Monaten

Nationale Gerichte dürften zwar eine Lösung des Problems verlangen, dabei aber wenig konkrete Auflagen machen, argumentierte Generalanwalt Maciej Szpunar in seiner am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme (Rechtssache C-484/14). Das Urteil dürfte in einigen Monaten fallen.

Hintergrund ist die Klage des Musikkonzerns Sony gegen den Betreiber eines Geschäfts für Licht- und Tontechnik in der Nähe von München. Über sein frei zugängliches WLAN-Netz wurde ein Album der Gruppe "Wir sind Helden" zum kostenlosen Herunterladen angeboten.

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