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EU genehmigt HDD-Fusion nur unter Auflagen

Bevor Western Digital die Festplattensparte von Hitachi übernehmen darf, muss der US-Konzern eigene Produktionsanlagen verkaufen.

23.11.2011, 14:27 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die EU-Kommission will der wachsenden Konzentration auf dem Festplattenmarkt einen Riegel vorschieben. Die obersten Wettbewerbshüter Europas genehmigten dem US-Festplattenhersteller Western Digital nur unter Auflagen, die Speichersparte des japanischen Konkurrenten Hitachi zu übernehmen. Im Gegenzug muss die US-Firma Produktionsanlagen verkaufen, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Dazu gehören Anlagen für 3,5 Zoll-Festplattenlaufwerke (HDD) unter anderem eine Fertigungsstätte.

Deal noch nicht perfekt

Der US-Konzern muss zunächst einen Käufer finden, den die EU-Kommission akzeptiert, bevor er Hitachi Global Storage Technology (die vor kurzem in Viviti Technologies umbenannt wurde) übernehmen darf.

"Festplattenlaufwerke sind ein wesentlicher Bestandteil von Computern und anderen modernen elektronischen Geräten", betonte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass es ausreichend Konkurrenz gebe. Eine weitere Konzentration auf dem hart umkämpften Festplattenmarkt könnte nach Einschätzung der EU-Kommission steigende Preise nach sich ziehen. Aktuell steigen die Preise allerdings ohnehin, weil die Überflutungen in Thailand für Produktionsengpässe sorgen.

Das neue Unternehmen aus Western Digital und der Hitachi-Sparte wird auf dem Markt für 3,5-Zoll-Laufwerke nur einen Wettbewerber haben, zu dem sich der kalifornische Spezialist Seagate und der südkoreanische Technologiekonzern Samsung vor kurzem zusammengeschlossen haben. "Dies ist allerdings problematisch", schrieb die EU-Kommission und bestand auf Auflagen. Neben dem Verkauf von Anlagen habe sich Western Digital verpflichtet, auch gewerbliche Schutzrechte zu übertragen beziehungsweise zu lizenzieren, Personal weiterzugeben und an die zu veräußernde Unternehmenssparte HDD-Komponenten zu liefern.

Western Digital könnte zur Nummer eins aufsteigen

Im März hatte Western Digital bekanntgegeben, für knapp 4,3 Milliarden Dollar (rund 3,0 Milliarden Euro) das Festplattengeschäft des japanischen Elektronikkonzerns Hitachi zu übernehmen. Damit würde Western Digital zur Nummer eins der Branche noch vor Seagate. Der dritte und kleinste im Bunde ist der japanische Hersteller Toshiba.

(Hayo Lücke)

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