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EU erwartet günstigere Datenpreise

EU-Kommissarin Viviane Reding will, dass innerhalb der EU deutlich günstiger mobil kommuniziert werden kann. Nach den Roaming-Preisen für Gespräche sollen jetzt auch die mobilen Datenpreise in der EU-Zone deutlich fallen.

27.11.2007, 09:13 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Wenn eine Frau bei den großen Mobilfunk-Netzbetreibern nicht sonderlich beliebt ist, dann ist es EU-Kommissarin Viviane Reding. Die Luxemburgerin hat bereits dafür gesorgt, dass EU-weit die Preise für Roaming-Telefonate deutlich sinken, jetzt plant sie den nächsten Coup. Das Roaming in der mobilen Datenkommunikation soll günstiger werden. Das heißt, deutsche Nutzer, die zum Beispiel eine UMTS-Datenkarte nutzen, sollen im EU-Ausland mit ihrer Karte zu deutlich preiswerteren Konditionen im Internet surfen und E-Mails abrufen können.
Alles zu teuer
"Diese Preise sind zu hoch und behindern die internationale Kommunikation", sagte Reding nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Budapest. Etwa bei Vodafone kostet zum Beispiel ein Tageszugang in ausländischen Partnernetzen über den Tarif Web Sessions 14,95 Euro. Sie habe die Mobilfunkanbieter bereits dazu aufgefordert, von sich aus tätig zu werden und zu zeigen, das sie "dieses Problem lösen können".
EU Kommission soll einschreiten
Die Mobilfunker sind nun angehalten, zu reagieren. Passiert nichts oder zu wenig, soll wieder die EU Kommission mit Unterstützung des Europaparlaments eingreifen, berichtet die dpa weiter. "Wir können das hinkriegen wie beim Gesprächs-Roaming", drohte Reding an. Im Raum steht darüber hinaus auch, die SMS-Kosten im EU-Raum deutlich zu reduzieren.

(Hayo Lücke)

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