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EU beschuldigt Regulierer der Verschleppung

In keinem anderen EU-Land würden Genehmigungsverfahren so lange dauern wie in Deutschland.

21.08.2006, 12:05 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die EU-Kommission wirft der Bundesnetzagentur die Begünstigung des Ex-Monopolisten Deutsche Telekom vor. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kommissionskreise berichtet, wirft die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding der Behörde eine Verschleppung der Genehmigungsverfahren zu Gunsten der Deutschen Telekom vor. "In keinem Mitgliedsland dauern die Verfahren so lange wie in Deutschland", zitiert das Blatt Beamte in Brüssel.
Für die Investition von drei Milliarden Euro in das neue VDSL-Netz, über das gleichzeitig Internet, Fernsehen und Telefon übertragen werden können, verlangt der Bonner Konzern ein mehrjähriges Monopol. Brüssel und die Bundesregierung streiten seit Monaten darum.
Regulierung für VDSL erwartet
Die Kommission will den Telekom-Konkurrenten einen besseren Zugang zu den Breitbandnetzen verschaffen. Eine entsprechende Verfügung der Bundesnetzagentur soll noch heute gebilligt werden. Während der Regulierer den Wettbewerbern damit aber nur den Zugang zum DSL-Netz erleichtern will, umfasst der Beschluss nach Ansicht der EU-Kommission auch das neue Glasfasernetz.

(Hayo Lücke)

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