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Erstmals Ufo-Sichtungen im Internet

Als erstes Land der Welt hat Frankreich sein Archiv mit 400 Fällen von Sichtungen angeblicher Ufos ins Internet gestellt. Bis zum Jahresende sollen es 1.600 Fälle sein.

22.03.2007, 14:24 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Als erstes Land der Welt hat Frankreich sein Archiv über Sichtungen angeblicher Ufos ins Internet gestellt. Das Weltraumforschungszentrum CNES veröffentlichte am Donnerstag 400 Fälle von Sichtungen Unbekannter Flugobjekte (Ufo) seit den 50er Jahren. Bis zum Jahresende sollen alle aufgezeichneten 1.600 Fälle im Netz sein, sagte CNES-Experte Jacques Patenet der Nachrichtenagentur AFP.
"Das ist eine Weltpremiere." Zwar könnten Bürger auch in den USA Anfragen an die Behörden stellen. Dies sei aber nur für Einzelinformationen möglich. "Wir machen das Gegenteil und stellen der Öffentlichkeit alle Informationen zur Verfügung."
Keine Sensationen
Patenet dämpfte aber Hoffnungen auf spektakuläre Funde über Begegnungen mit Außerirdischen. "Ufologen werden in dieser Datenbank keine Sensationen oder unbekannte Fälle entdecken", sagte er. Dennoch war die Website schon am Donnerstagmittag wegen des großen Andrangs kaum noch zugänglich. Die zum Institut gehörende Gruppe für die Erforschung und Informationen über nicht identifizierte Luftraum-Phänomene (GEIPAN) will nach und nach auch Fotos und Videos ins Netz stellen. Bisher gibt es dort vor allem Berichte der Polizei, die um personenbezogene Daten wie Zeugennamen bereinigt sind.
Lange Geschichte der Ufo-Studien
In Frankreich war eine erste Ufo-Sichtung 1937 gemeldet worden. Seit den 50er Jahren gab es einen Schub bei der Beobachtung scheinbar unerklärlicher Himmelsphänomene. Das CNES richtete erstmals 1977 eine Studiengruppe ein. Diese geriet in die Kritik, als der jahrelang Verantwortliche Jean-Jacques Velasco öffentlich erklärte, dass er an Außerirdische glaube.
In Großbritannien hatte das Verteidigungsministerium im Mai 2006 nach jahrelanger Geheimhaltung einen hochoffiziellen Ufo-Bericht veröffentlicht. Darin hieß es, von den zahlreichen angeblichen Ufos, die binnen 30 Jahren über Großbritannien gesichtet wurden, sei kein einziges eine echte fliegende Untertasse gewesen. Meistens habe es sich um "bunte Lichter, manchmal Formen" gehandelt.

(Aleksandra Leon)

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