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Erster: Intels Doppelkern Pentium 4 ist da

Es ist soweit: Intel bringt mit dem Pentium 4 Extreme Edition 840 den ersten Doppelkern-Prozessor auf den Markt.

19.04.2005, 08:15 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die Dualcore-CPUs sind da: Intel packt als erster Hersteller zwei Prozessorkerne auf einen Chip. Der Doppelkernprozessor ist vorerst nur als teure Extreme Edition erhältlich, die günstigeren Pentium D-Modelle folgen später in diesem Quartal.
Zweimal Pentium 4
Der Pentium 4 Extreme Edition 840 ist mit 3,2 Gigahertz getaktet und mit zwei Megabyte Second-Level-Cache ausgestattet. Zudem unterstützt er die neuen Funktionen der 600er Serie: Er beherrscht SpeedStep und dank EMT64 auch 64-Bit-Befehle. Durch die vergleichsweise niedrige Taktrate ist der Prozessor nur bei parallel laufenden Programmen oder bei optimierter Software schneller als das Vorgängermodell der Extreme Edition, das mit 3,7 Gigahertz getaktet ist. Bei anderen Anwendungen rechnet der 840 nur so schnell wie der einkernige Pentium 4 540.
Vier CPUs
Der 840 bietet entegegen den bisherigen Modellen der Extreme Edition statt 1066 nur 800 Megahertz Bustakt. Intel hat die Extreme Edition dafür mit Hyper-Threading (HT) ausgestattet. Durch HT werden dem Betriebssystem pro Kern zwei virtuelle Prozessoren vorgegaukelt. Somit besitzt die Extreme Edition vier virtuelle Prozessoren. In der HT-Funktion besteht auch der einzige Unterschied zu den billigeren Pentium D Modellen: Sie bieten kein HT.
Passender Chipsatz
Auf aktuellen Intelchipsätzen laufen Dualkern-Prozessoren leider nicht, obwohl sie weiterhin auf dem LGA 775 Sockel Platz nehmen. Daher hat Intel zeitgleich mit der Pentium 4 Extreme Edition 840 einen passenden Chipsatz vorgestellt: Der 955X Express unterstützt schnellen DDR2-667 Speicher, der eine Bandbreite von bis zu 10,7 Gigabyte pro Sekunde ermöglicht. Der Frontsidebus beträgt 800 oder 1066 Megahertz, so dass sowohl doppelkernige Modelle der Extreme Edition als auch Pentium D Modelle unterstützt werden.
Intels neues Topmodell 840 kostet im Großhandel für den Privatanwender eher unbezahlbare 1.000 Dollar. Wer einen Dual-Prozessor unter der Haube seines Rechners haben möchte, muss sich daher noch bis spätestens Ende Juni gedulden. Dann erscheinen die bezahlbaren Pentium D Modelle.

(Klaus Wiesen)

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