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Erste Fälle "Katrina"-Spenden Phishing

Im Zusammenhang mit Spenden für Opfer des Hurrikans "Katrina" sind erste Fälle von Betrug aufgetaucht. Unter anderem sind gefälschte E-Mails mit dem Logo des Roten Kreuz im Umlauf.

11.09.2005, 11:28 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Im Zusammenhang mit Spenden für Opfer des Hurrikans "Katrina" sind erste Fälle von Betrug aufgetaucht. Unter anderem würden Empfänger von gefälschten E-Mails mit dem Logo und Bildern des Roten Kreuzes zum Spenden aufgefordert, teilte die Internet-Sicherheitsfirma Sophos Labs am Donnerstag mit. Der angegebene Link führe aber nicht zu einer offiziellen Seite der Organisation. Die Täter versuchten nicht nur an Geld, sondern auch an Benutzer- und Passwörter zu gelangen, sagte ein Sophos-Mitarbeiter.
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In einer weiteren Mail wurden Empfänger mit neuesten Informationen über den Hurrikan gelockt, wie es von der Sicherheitsfirma InfoSec Academy hieß. Der angegebene Link führe aber zu einer "tückischen" Website, über die Hacker zahlreiche Viren auf dem Rechner des Benutzers installieren könnten und Zugriff auf gespeicherte Informationen auf der Festplatte bekämen. Vor allem beim Spenden übers Internet sei "äußerste Vorsicht" angebracht, sagte Firmenchef Richard Van Luvender. Im US-Bundesstaat Florida wurde derweil Klage gegen einen Mann erhoben, der zahlreiche Internetseiten mit vermeintlichen Spendenmöglichkeiten ins Netz gestellt hatte.
Untersuchungen eingeleitet
Die US-Regierung richtete eine Arbeitsgruppe gegen Betrug und Unterschlagung ein. Es könne nicht geduldet werden, dass Betrüger versuchten, Vorteil aus der Situation der Opfer oder ihrer Helfer zu ziehen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstag in Washington. Ziel der Arbeitsgruppe sei es, Betrug vorzubeugen und mutmaßliche Täter strafrechtlich zu verfolgen. Der Gruppe gehören den Angaben zufolge Mitarbeiter des Justizministeriums und der US-Bundespolizei FBI an.

(Aleksandra Leon)

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