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Erneute Razzia bei Internetfirma Unister - Mitarbeiter unter Betrugsverdacht

Wegen des Verdachts des Computerbetruges gegen 70 Mitarbeiter haben Ermittler erneut die Räume der Leipziger Internetfirma Unister durchsucht, die unter anderem Portale wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de betreibt.

11.12.2013, 19:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Erneut haben Ermittler die Räume der Leipziger Internetfirma Unister durchsucht. Es gehe um den Verdacht des Computerbetrugs, der sich aber nicht gegen das Unternehmen, sondern gegen 70 Mitarbeiter richte, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Wolfgang Klein, am Mittwoch.

Flüge angeblich zu überhöhten Preisen verkauft

Unister betreibt verschiedene Internet-Portale - unter anderem zur Buchung von Reisen. Die Mitarbeiter sollen Kunden Rabatte vorenthalten und Flüge deshalb zu überhöhten Preisen verkauft haben. Mehrere Medien hatten am Mittwoch darüber berichtet. Außerdem werde wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen fünf weitere Personen ermittelt, sagte Klein. Für sogenannte Serviceentgelte, die von den Kunden verlangt wurden, soll keine Umsatzsteuer gezahlt worden sein. Darüber hinaus gehen die Ermittler dem Verdacht unerlaubter Werbung mit angeblichen Preissenkungen nach.

Unister-Sprecher Konstantin Korosides sagte, die Vorwürfe müssten zunächst geprüft werden. Auch das Unternehmen habe aber Interesse an der Rechtsfindung und werde diese unterstützen. Bei den Betrugsvorwürfen geht es laut Generalstaatsanwaltschaft um rund 60 000 Fälle aus vier Jahren und einen Schaden bei den Kunden von insgesamt acht Millionen Euro. Pro Jahr verkauft Unister laut Korosides mehr als eine Million Flug- und Pauschalreisen.

Die neuen Verdachtsmomente waren den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft zufolge bei der Auswertung von Daten aus bereits laufenden Ermittlungen im Zusammenhang mit Unister aufgetaucht.

(Jörg Schamberg)

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