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Ericsson zeigt Richtfunk ohne direkte Sichtverbindung

Im Rahmen des Mobile World Congress 2013 wird Ericsson sein neues Richtfunksystem Mini-Link vorstellen, über das Mobilfunkantennen in städtischen Kleinzellen angebunden werden sollen – auch ohne direkte Sichtverbindung.

17.02.2013, 12:01 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Im Rahmen des Ende Februar in Barcelona stattfindenden Mobile World Congress 2013 wird Ericsson sein neues Richtfunksystem Mini-Link vorstellen, über das Mobilfunkantennen in städtischen Kleinzellen angebunden werden sollen – auch ohne direkte Sichtverbindung.

Kleinzellen in Großstädten

Oftmals ist bei einer schlechten Datenverbindung nicht die Mobilfunktechnik der Flaschenhals, sondern die Anbindung des Antennenstandorts an das Kernnetz. Dies geschieht über ein Erdkabel oder über Richtfunk. Wenn aber ein bestehendes Netz um Kleinzellen ergänzt werden soll, zum Beispiel in dicht bebauten Städten, dann gibt es für eine Richtfunklösung oft keine Sichtverbindung.

Zusammen mit dem Netzbetreiber MetroPCS hat Ericsson nach eigenen Angaben nun in mehreren Versuchen in Los Angeles zeigen können, dass sich Mobilfunkantennen auch über Richtfunk anbinden lassen, wenn die Funkwellen durch Gebäude gebeugt oder reflektiert werden. Mini-Link nutzt dafür den Frequenzbereich zwischen 23 und 60 Gigahertz; bisherige Lösungen ohne Sichtverbindung funken unterhalb von 6 Gigahertz.

Höherer Datendurchsatz

Ericsson will dabei unter gleichen Bedingungen auch einen höheren Datendurchsatz sowie eine bessere Verbindungsstabilität erreicht haben. Mini-Link kann demnach bei dieser Anwendung bis zu 500 Meter per Funk überbrücken – auch bei Beugung und Reflektion der Wellen an Häuserwänden und -kanten.

(Peter Giesecke)

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