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Ericsson wächst dank mobilen Breitbandnetzen

Ericsson hat im dritten Quartal einen überraschend hohen Gewinn eingefahren. Dazu beigetragen hat auch Sony Ericsson.

22.10.2010, 10:39 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson hat trotz einer schwachen Umsatzentwicklung im dritten Quartal überraschend gut verdient. Wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte, stieg der Nettogewinn gegenüber dem zweiten Quartal um 75 Prozent auf 3,6 Milliarden Kronen (389 Millionen Euro). Im Vergleichsquartal des Vorjahres war Ericsson mit 0,8 Milliarden Kronen nur knapp in der Gewinnzone gelandet.

Nur leichter Umsatzanstieg

Der Umsatz stieg in den letzten zwölf Monaten nur leicht um zwei Prozent auf 47,5 Milliarden Kronen. Gegenüber den voraufgegangenen drei Monaten sank er um ein Prozent und bereinigt um Währungseffekte und andere Einflüsse sogar um fünf Prozent.

Auf das Ergebnis drückten Lieferengpässe wegen fehlender Komponenten. Am Vortag hatte auch der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia über ähnliche Probleme geklagt. Positiv wirkte sich das weltweit gestiegene Interesse an mobilen Breitbandnetzen sowie die positive Bilanz der gemeinsam mit Sony betriebenen Handy-Tochter Sony Ericsson aus.

Konzernchef Hans Vestberg erklärte, dass Ericsson "weiter Wachstumschancen auf dem Markt und dank der eigenen Technologiestärken" sehe. Er bewertete auch den nur geringen Zuwachs beim Umsatz positiv: "Nach vier Quartalen mit negativem Wachstum ist es schön, wieder ein Plus zu sehen, auch wenn es nur klein ausgefallen ist."

(Hayo Lücke)

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