News

Ericsson: Video- und TV-Inhalte kostengünstig per LTE übertragen

Die Nachfrage nach mobilen Multimedia-Inhalten wie Video und TV steigt rasant. Ericsson zeigt auf dem MWC in Barcelona die weltweite erste LTE-Broadcast-Komplettlösung, die drei neue Technologien kombiniert und die Übertragungskosten senkt.

02.03.2013, 10:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die Nachfrage nach mobilen Multimedia-Inhalten steigt, da immer mehr Verbraucher ein Smartphone oder ein Tablet nutzen. Der schwedische Netzwerkausstatter Ericsson sagte bereits im vergangenen November einen LTE- und Smartphone-Boom voraus. Im Jahr 2018 werde der Mobilfunk-Datenverkehr zwölfmal so hoch wie heute sein. Mobile Multimedia-Anwendungen machen nach Angaben der Schweden aktuell bereits 40 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs aus. Schon in drei bis vier Jahren soll der Anteil auf rund 90 Prozent des Datentraffics steigen. Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zeigt Ericsson als nach eigenen Angaben weltweit erster Anbieter eine Komplettlösung für die Übertragung von Video und TV per LTE-Netz.

LTE Broadcast senkt Übertragungskosten

Auf der wichtigsten Mobilfunkmesse demonstriert Ericsson die LTE-Lösung zusammen mit Verizon Wireless, Telstra und Qualcomm. Verizon Wireless und Telstra planen demnach den Einsatz von LTE Broadcast bzw. zumindest den Start von Feldversuchen. Ericsson hat bei seiner LTE-Übertragslösung die drei neuen Technologie-Standards HEVC, MPEG DASH und eMBMS kombiniert. Das auch als H.265 bekannte Video-Kompressionsverfahren High Efficiency Video Coding (HEVC) benötigt nach Unternehmensangaben nur rund die Hälfte der Bandbreite, die die aktuelle MPEG-4 AVC-Technologie nutzt.

Durch Dynamic Adaptive Streaming over HTTP (MPEG DASH) werden die Übertragungsqualität und die Effizienz verbessert, außerdem sollen Mobilfunknetzbetreiber von einer vereinfachten und verbesserten Videoübertragung auf Endgeräte profitieren. Schließlich sorgt die Verwendung des neuen 3GPP-Standards Evolved Multimedia Broadcast Multicast Service (eMBMS) beispielsweise für Entlastungen der Netze in Ballungszentren bei der Übertragung von beliebten Inhalten an viele Nutzer. Ein weiterer Vorteil ist laut Ericsson eine Reduzierung der Übertragungskosten.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang