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Ericsson: Neue HSPA-Module mit bis zu 21 Mbit/s

Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco präsentierte der schwedische Kommunikationsausrüster Ericsson zwei neue HSPA-Breitbandmodule. Eines davon soll als erstes seiner Art weltweit Bandbreiten von bis zu 21 Mbit/s erreichen.

17.09.2010, 12:10 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Einer der Achillesfersen vieler Mobil-Computer ist ihr Stromverbrauch. Nicht nur PC-Bauer und IT-Hersteller sind daher ständig auf der Suche nach energiesparenden Lösungen, die zugleich adäquate Leistungswerte liefern. Der schwedische Kommunikationsausrüster Ericsson präsentierte auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco nun zwei neue HSPA-Breitbandmodule für mobiles Internet, die eben diese Eigenschaften in sich vereinen sollen – bei Datenübertragungsraten, die erst im zweistelligen Megabit-Bereich ihr Limit finden.

Direkte Integration ab Werk

Beide Produkte sind für die direkte Integration in Netbooks, Notebooks, Tablet-PCs, E-Books oder andere Geräte ähnlicher Machart ab Werk vorgesehen. Das auf den sperrigen Namen F5521gw getaufte Modul ist für Netze vom Typ HSPA+ vorgesehen und erreicht nach Herstellerangaben als weltweit erstes seiner Art Bandbreiten von bis zu 21 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream sowie bis zu 5,76 Mbit/s in Uploadrichtung.

Es verfügt zudem über Features wie GPS, Wake-on Wireless, das ein "Aufwecken" von Geräten per Funksignal ermöglicht sowie Quick Connect, mit dem sich Internetverbindungen innerhalb weniger Sekunden nach der Reaktivierung aus dem Stand-by-Modus herstellen lassen. Ebenfalls unterstützt werden neueste Diebstahlschutztechniken von Intel, mit denen sich gestohlene Geräte etwa aus der Ferne ausschalten lassen. Laut Ericsson sind weltweit bereits 63 Mobilfunknetze mit HSPA+ ausgerüstet; weitere 116 befinden sich demnach in der Planungsphase.

Mehr Leistung und weniger Stromverbrauch für Tablet PCs

Die zweite Komponente mit der Bezeichnung F3307 wurde in der zweiten Generation vorgestellt und ist für den Einsatz in herkömmlichen UMTS/HSPA-Umgebungen vorgesehen. Dementsprechend leistet der Chip bis zu 7,2 Mbit/s im Download sowie ebenfalls maximal 5,76 Mbit/s im Upstream. Im Vergleich zum gleichnamigen Vorgänger konnte der Stromverbrauch trotz zusätzlicher Funktionen um bis zu 50 Prozent verringert werden.

Das neue F3307-Modul ist darüber hinaus insbesondere für die Zusammenarbeit mit Intels neuer Oak-Trail-Prozessorreihe optimiert und soll bevorzugt in Tablet PCs verbaut werden.

(Christian Wolf)

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