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Ericsson: Mobilfunk für Maersk Line-Schiffsflotte

Ericsson stattet erstmals eine komplette Schiffsflotte mit Mobilfunktechnologie aus. Die über 500 Container-Frachtschiffe der dänischen Maersk Line erhalten eine integrierte Ende-zu-Ende-Kommunikationslösung für Mobilfunk und Satellit.

16.01.2012, 08:01 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der weltweite Handel ist auf große Frachtschiffe angewiesen, die Produkte schnell rund um den Globus transportieren können. Als eine der nach eigenen Angaben weltweit größten Reedereien besitzt die Reederei Maersk Line eine Flotte mit über 500 Container-Schiffen. Das Unternehmen mit Sitz in Kopenhagen lässt seine Frachtschiff-Flotte nun vom schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson mit einer integrierten Ende-zu-Ende-Kommunikationslösung für die Mobilfunk- und Satellitenkommunikation ausstatten. Damit hält die Mobilfunktechnik Einzug auf den Weltmeeren.

Geringere Kosten und mehr Effizienz

Bislang nutzten die Schiffe der Maersk Line Satellitenkommunikation für Aufgaben an Bord. Mit der um Mobilfunk-Technologien erweiterten Lösung profitieren die Besatzungen der Schiffe sowie die Reederei laut Ericsson von etlichen Vorteilen.

Die Steuerung der Flotte und der Lieferzeiten könne effizienter erfolgen. Zudem werde der Informationsaustausch mit den Frachtschiffen dank der zusätzlichen Kommunikationsmöglichkeiten verbessert. Durch den Informationsaustausch in Echtzeit könnten Entscheidungen schneller getroffen und Probleme rascher gelöst werden. Neben mehr Effizienz und Zuverlässigkeit sollen sich auch die Kosten verringern.

Ausstattung mit Antennen & GSM-Basisstationen

Ericsson wird innerhalb der nächsten zwei Jahre zunächst 400 Schiffe der Maersk Line mit Antennen und GSM-Basisstationen ausstatten. Die übrigen Frachtschiffe sollen danach folgen und entsprechend kommunikationstechnisch aufgerüstet werden. Der Deal der beiden Unternehmen sieht zudem vor, dass Ericsson sieben Jahre lang einen weltweiten Service bietet, der unter anderem eine Netzüberwachung rund um die Uhr beinhaltet. Außerdem soll in zahlreichen Häfen auch ein Wartungsdienst technische Wartungen an Bord der Schiffe vornehmen können.

(Jörg Schamberg)

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