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Ericsson: Mobiles Internet überholt Sprachtelefonie

Im Dezember 2009 habe das weltweite Datenvolumen mobiler Internetzugriffe erstmals höher gelegen, als das aller gleichzeitig stattfindenden Sprachverbindungen, so der Telekommunikationsausrüster Ericsson.

26.03.2010, 12:47 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der weltweite Datenverkehr in den Mobilfunknetzen hat sich innerhalb der letzten 24 Monate nahezu verdreifacht. Im Dezember des Vorjahres erreichte mobiles Internet dabei global erstmals ein höheres Datenvolumen, als alle gleichzeitig stattfindenden Sprachverbindungen, teilte der Telekommunikationsausrüster Ericsson nach Auswertung entsprechender Netzmessungen am Mittwoch auf der CTIA Wireless 2010 Convention in Las Vegas mit. Zum Zeitpunkt des Wechsels habe das übertragende Verkehrsvolumen bei Sprache und Daten bei rund 140.000 Terabyte monatlich gelegen, so das Unternehmen.

400 Millionen schlagen 4,6 Milliarden

"Es ist ein wichtiger Meilenstein, dass etwa 400 Millionen mobile Breitbandnutzer mittlerweile ein höheres Verkehrsvolumen als die Telefonate der weltweit 4,6 Milliarden Mobilfunkteilnehmer verursachen", sagte Ericsson-Chef Hans Vestberg. Ein Ende des Wachstums sei zudem noch nicht abzusehen. So erwartet Ericsson auch in den nächsten fünf Jahren einen steilen Anstieg des Datenvolumens mit jährlicher Verdoppelung. Bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona hatte Vestberg vor einer solchen Explosion des Datenverkehrs gewarnt.

Die Hauptursache dieser Entwicklung liegt aus Sicht der Schweden in der zunehmenden Verbreitung von Smartphones, Notebooks, Netbooks und anderen mobilen Endgeräten mit Internetzugang. Ein großer Anteil der mobilen Online-Nutzung werde dabei insbesondere durch den Zugriff auf soziale Netzwerke generiert. Über 200 Mobilfunkanbieter in 60 Ländern haben laut Ericsson bereits mobile Facebook-Lösungen im Programm, die aktuell von über 100 Millionen Menschen aktiv genutzt werden.

Eine weitere Untersuchung des Unternehmens verdeutlicht zudem die wichtige Rolle des Internets im Leben vieler Menschen. So wird das weltweite Datennetz zunehmend als selbstverständlicher Teil der Alltagskultur begriffen: In einer Studie mit 4.580 Teilnehmern aus sechs Ländern gaben 80 Prozent der mobilen Breitbandnutzer an, jederzeit und überall online gehen zu wollen.

(Christian Wolf)

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