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Ericsson lizenziert erste LTE-Patente

Der schwedische Telekommunikationskonzern hat erste Lizenzierungsvereinbarungen über Patente der UMTS-Nachfolgetechnik Long Term Evolution (LTE) abgeschlossen. Das erste LTE-Netz soll 2010 verfügbar sein.

02.07.2009, 16:31 Uhr
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Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat in den letzten Jahren die Entwicklung des Mobilfunkstandards Long Term Evolution (LTE) vorangetrieben und hält zahlreiche Patente an dieser Technik. Jetzt startet das Unternehmen mit deren Lizenzierung.
Faire Lizenzpolitik
LTE ist als Nachfolgetechnik zum UMTS-Standard vorgesehen und soll beim mobilen Internet theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Download und im Upstream von bis zu 75 Mbit/s ermöglichen. Nach eigenen Angaben besitzt Ericsson das größte Portfolio an LTE-Patenten in der Branche, darunter an zahlreichen standardrelevanten Techniken mit Schlüsselfunktionen bei der Entwicklung von LTE/4G-Produkten.
Bei der Lizenzierung will Ericsson dem FRAND-Prinzip folgen, das für "fair", "reasonable" und "non-discriminatory" steht, also fair, angemessen und nicht diskriminierend. Auf diese Weise soll die neue Technik auch anderen Unternehmen zu vertretbaren Konditionen zugänglich gemacht werden und somit für ein gesundes Marktwachstum sorgen. Dabei werde auf das eigene weltweite Lizenzierungsprogramm für die Mobilfunkstandards GSM und WCDMA (UMTS) aufgebaut, das mehr als 80 Vereinbarungen umfasse.
Ausgleich für Investitionen
Ziel sei der Ausgleich zwischen den technischen Vorteilen für die Kunden und einer fairen Entlohnung für die eigenen Investitionen in Forschung und Entwicklung. Erst im Mai hatte Ericsson zusammen mit den Unternehmen TeliaSonera den weltweit ersten kommerziellen LTE-Standort in Stockholm vorgestellt. Nächstes Jahr soll dort das erste Highspeed-Netz in Betrieb genommen werden.

(Michael Posdziech)

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