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Ericsson: HSDPA mit bis zu 28 Mbit/s

Eine Kombination aus HSPA und MIMO lässt HSDPA noch schneller werden. Bis zur endgültigen Einführung wird aber noch einige Zeit vergehen.

06.04.2006, 17:13 Uhr
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Auf der CTIA Wireless 2006 in Las Vegas hat Ericsson erstmals HSPA (High Speed Packet Access) in Kombination mit MIMO (Multiple Input Multiple Output) präsentiert. Die Technologie ist Teil des UMTS-Datenturbos HSDPA und arbeitet mit einer handelsüblichen Mobilfunkbasisstation von Ericsson. Die Downlink-Geschwindigkeit sei auf bis zu 28 Mbit/s verdoppelt worden, heißt es.
HSPA bietet Datenübertragungsraten von bis zu 14 Mbit/s im Downlink und 5,8 Mbit/s im Uplink. Durch die Weiterentwicklung von HSPA mit MIMO werden Dienste wie mobiles Breitband und mobiles Fernsehen für die Anwender noch attraktiver. Gleichzeitig sinken die Kosten pro Megabyte.
Was steckt dahinter?
Um Leistung und Durchsatz der Funksignale zu verbessern, nutzt MIMO mehrere Sende- und Empfangsantennen. Die Datenübertragung wird in mehrere Datenströme aufgeteilt, die auf der Empfängerseite wieder zusammengefügt werden. Dadurch steigt die Gesamtleistung.
"Die Weiterentwicklung von HSPA ist ein weiterer Schritt hin zu einem größeren Dienstangebot, mehr Leistung und höheren Datengeschwindigkeiten", sagt Angel Ruiz, Chef von Ericsson North America. "Mobilfunkbetreiber können so ihre bestehenden Infrastrukturen mit steigenden Erträgen weiternutzen. Einmal mehr unterstützt Ericsson die Betreiber, wenn es darum geht, die hohen Erwartungen und Anforderungen zu erfüllen, die ihre Kunden an mobile Breitbandübertragung stellen."
Nach Schätzungen von Ericsson wird MIMO im Laufe des Jahres 2008 erstmals in kommerziellen Netzen eingesetzt werden.

(Hayo Lücke)

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