Mobility Report

Ericsson: 5G wird weltweit schneller ausgerollt als LTE

Wie sieht die Verbreitung von 5G im Jahr 2024 aus? Laut der Studie "Ericsson Mobility Report" basieren in Nordamerika bis dahin 55 Prozent der Mobilfunkanschlüsse auf 5G. In Westeuropa soll 5G aber langsamer vorankommen.

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Düsseldorf/Stockholm – In Deutschland werden aktuell noch die technischen und organisatorischen Grundlagen für die künftige Nutzung des neuen Mobilfunkstandards 5G gelegt. So hat die Bundesnetzagentur in dieser Woche das Zulassungsverfahren für die Teilnahme an der Auktion von 5G-Frequenzen eröffnet und Vergaberegeln vorgelegt. Einen Ausblick auf die mögliche Zukunft von 5G gibt dagegen der neue "Ericsson Mobility Report". Laut der Prognose der Experten von Ericsson soll 5G bereits Ende 2024 mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung abdecken. Für Verbraucher sollen bis dahin laut den Schätzungen 1,5 Milliarden 5G-Anschlüsse bereitstehen. Damit wäre 5G die am schnellsten weltweit ausgerollte Mobilfunktechnologie.

Nordamerika und Nordostasien werden bei 5G vorne liegen

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5G bringe erhebliche Vorteile wie eine erhöhte Netzkapazität und niedrigere Übertragungskosten pro Gigabyte. Bei der 5G-Einführung würden voraussichtlich Nordamerika und Nordostasien vorangehen. In Nordamerika sollen bis Ende 2024 bereits rund 55 Prozent der Mobilfunkanschlüsse auf 5G basieren. In Nordostasien werde ein Prozentanteil von mehr als 43 Prozent erreicht. In Westeuropa kommt 5G laut der Studie dagegen langsamer voran: Ende 2024 soll 5G ungefähr 30 Prozent der dortigen Mobilfunkanschlüsse ausmachen.

Über vier Milliarden IoT-Mobilfunkverbindungen bis 2024

Das Internet der Dinge (IoT) ist weiter auf dem Vormarsch. Für 2024 prognostiziert Ericsson 4,1 Milliarden IoT-Mobilfunkverbindungen weltweit. Alleine 2,7 Milliarden IoT-Verbindungen sollen bis 2024 auf Nordostasien entfallen. Treiber seien die Einführung von Narrowband IoT sowie CAT M1-Technologien.

Mobiler Datenverkehr steigt 2018 weltweit um 79 Prozent

Im dritten Quartal 2018 sei zudem die mobile Datenübertragung rund um den Globus gegenüber dem Vorjahr um 79 Prozent gestiegen – vor allem wegen verstärktem Smartphone-Datenverkehr in China. Die Region Nordostasien hat Ende 2018 mit 7,3 GB pro Smartphone und Monat den zweithöchsten mobilen Datenverkehr. An der Spitze stehe weiterhin Nordamerika, wo bis Ende 2018 8,6 GB Datenverkehr monatlich pro Smartphone anfallen. Das entspreche etwa zwölf Stunden HD-Video-Streaming pro Monat. Bis 2024 erwarten die Ericsson-Experten einen Anstieg des gesamten mobilen Datenverkehrs um das Fünffache. 25 Prozent der mobilen Datenübertragung würden bis dahin über 5G erfolgen.

Jörg Schamberg

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