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Erfolg für Dorf-DSL: Jetzt auch im Verstal

Eine kleine Gemeinde zwischen Marburg und Giessen machte es vor. Nach Lohra kommen immer mehr Dörfer auch ohne Unterstützung der Telekom in den Genuss von W-DSL.

19.03.2006, 17:08 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Im Jahre 2005 hatten alle Dörfer den Kampf um T-DSL auf dem Land rund um Marburg aufgegeben. Alle Dörfer? Nein, nicht alle: Ein kleiner Ort namens Lohra wollte sich einfach nicht mit der Entscheidung des "rosa Imperators", das Netz nicht so weit auszubauen, zufrieden geben. Die Gemeinde gründete eine Bürgerinitiative und schaffte den Aufbau eines DSL-Funknetzes. Jetzt nehmen sich immer mehr Dörfer und Ortsteile die patente Gemeinde zum Vorbild.
WDSL-Projekt geht weiter
Seit Mitte 2005 steht in Lohra nun schon keiner mehr auf dem DSL-Schlauch. Mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde können inzwischen fast alle Einwohner per Funkübertragung durchs Netz surfen. Schon damals gab es Ortsteile aus der Umgebung, die an dem cleveren DSL-Modell interessiert waren.
Neben dem Ausbau mit Funkmasten im Ursprungsort Lohras werden nun auch Ortsteile im Verstal und Biebertal mit W-DSL versorgt. Die Bürgerinitiative "DSL für Lohra" überreichte den Stadtwerken Marburg, die als Investoren an dem Projekt beteiligt sind, dazu 130 weitere abgeschlossene Verträge aus der Umgebung.
Zwischen WLAN und WiMax
W-DSL hängt irgendwo zwischen W-LAN und WiMax. Die Geschwindigkeit soll höher sein als bei Internet über W-LAN, jedoch von der Reichweite nicht ganz so stark wie das zur Zeit erprobte WiMax. Vorteil beim Dorf-DSL: Die Geschwindigkeiten von allgemein bis zu drei Megabit pro Sekunde sind im Down- und Upstream gleich.

(Philip Meyer-Bothling)

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