News

Energiepreisschock: Wie Sie richtig sparen können

Die Versorger erhöhen die Strompreise um bis zu 34 Prozent. onlinekosten.de zeigt, wie Sie die wichtigsten Energiefallen im Computeralltag umgehen können.

30.11.2007, 15:40 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Die Pläne waren schon lange angekündigt, jetzt wird es ernst: Jeder dritte Stromanbieter in Deutschland hebt seine Energiepreise an. Die Verbraucher müssen schon zum Jahreswechsel mit saftigen Zuschlägen rechnen – Branchenkenner gehen von Preissteigerungen von bis zu 34 Prozent aus. Als Reaktion empfehlen viele Verbraucherzentralen einen zügigen Anbieterwechsel. Aber auch um das Energiesparen werden viele Deutsche in Zukunft nicht herumkommen. Das ist nicht nur besser für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. In einem großen Ratgeber hat onlinekosten.de die wichtigsten Stromsparmöglichkeiten zusammengefasst, im Folgenden ein kleiner Ausschnitt:
Spartipp 1: Richtig ausschalten
Ein Computer verbraucht bei normalem Betrieb etwa 100 bis 130 Watt Strom. Lässt man ihn acht Stunden am Tag ein Jahr lang eingeschaltet, verursacht er auf diese Weise Energiekosten in Höhe von 50 bis 60 Euro. Aber auch ausgeschaltet zieht der Rechner weiter Strom aus dem Netz, immerhin zwei bis fünf Watt. Einzige Lösung: Stecker aus der Dose ziehen. Schneller geht das mit einer Steckerleiste, die per Knopfdruck alle angeschlossenen Geräte vom Stromnetz trennt.
Spartipp 2: Energieverwaltung nutzen
Die Windows Energieverwaltung ist nicht nur praktisch für Notebook-Besitzer, die ihren Akku schonen wollen - auch bei Desktop-Rechnern lässt sich damit der Energiehunger stillen. Bunt-blinkende Bildschirmschoner erfüllen heutzutage nur noch optische Zwecke, Strom lässt sich damit aber nicht sparen. Besser ist der Einsatz von Energieschemas (zu finden in der Systemverwaltung): Nach einer vorgegebenen Zeit wird der Rechner in den Standby-Modus oder Ruhezustand versetzt. Auch die Festplatte und der Monitor können sich hier zeitgesteuert ausschalten lassen
Spartipp 3: USB-Geräte vom Rechner trennen
Kameras, Handys, MP3-Player, Scanner, Drucker, Gamepads und externe Festplatten – alle Peripheriegeräte sind mittlerweile per USB-Stecker mit dem Rechner verbunden und fressen auch bei Nichtgebrauch ordentlich Strom. Wer seine externe Festplatte nur dazu braucht, um einmal wöchentlich seine Daten zu sichern, kann sicher auch auf eine ständige aber teure Verfügbarkeit des Speicherplatzes verzichten. Unser Tipp: abschalten und vom Computer abtrennen.
Spartipp 4: Augen auf beim Technikkauf
TFT-Displays sind im Betrieb deutlich günstiger als Röhrenmonitore, bei Druckern fällt der Energiehunger bei jedem anders aus und selbst kleinste Rechnerkomponenten unterscheiden sich in Sachen Strombedarf. Wer in naher Zukunft neue Anschaffungen in diesem Bereich plant, sollte das bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. Die meisten Hersteller geben mittlerweile im Datenblatt den Stromverbrauch des Gerätes an. Also nicht nur beim Preis gilt: vergleichen lohnt sich.
Auch die Wirtschaft kann noch was lernen
Übrigens gelten die oben genannten Ratschläge nicht nur für Privatanwender. Der Computerhersteller Fujitsu Siemens fand in einer aktuellen Wirtschafts-Studie heraus, dass nur sieben Prozent der IT-Entscheider den konkreten Energiebedarf ihrer IT-Infrastruktur kennen und daher das Einsparungspotential nur selten genutzt wird. Auf diese Weise läppern sich im Laufe der Zeit unnötige Energiekosten zusammen. Einige Unternehmen zahlen für einen Server, der bei der Anschaffung 2500 Euro kostete, innerhalb von drei Jahren 1800 Euro für den Stromverbrauch, so die Studie weiter.
Unseren Ratgeber in voller Länge finden Sie im Computer-Hintergrundbereich.

(André Vatter)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang