Ergebnisausblick

Ende der Rekord-Gewinne bei Samsung?

Beim Smartphone-Marktführer Samsung deutet sich ein Ende der Gewinn-Rekorde an. Neben viel Konkurrenzdruck aus China steht auf der Problemliste auch der Absatz des Galaxy S9, der geringer ausgefallen ist als erwartet.

Samsung© Samsung Electronics GmbH

Seoul - Smartphone-Marktführer Samsung bekommt den Druck neuer Konkurrenten aus China immer stärker zu spüren. Im zweiten Quartal wuchs das operative Ergebnis deutlich schwächer als zuletzt. Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im zweiten Quartal 2018 im Jahresvergleich um rund fünf Prozent auf etwa 14,8 Billionen Won (11,3 Milliarden Euro) steigen, teilte das südkoreanische Technologieunternehmen am Freitag in seinem Ergebnisausblick mit.

Experten rechneten mit langsamerem Gewinnanstieg

Im ersten Quartal war der operative Gewinn noch um mehr als die Hälfte geklettert. Experten hatten schon damit gerechnet, dass sich der Gewinnanstieg verlangsamt. Die von Bloomberg befragten Experten hatten aber mit einem Wert von 15,3 Milliarden Won gerechnet. Die Aktie gab nach Bekanntgabe der Eckdaten für das abgelaufene Quartal nach.

Beim Umsatz rechnet Samsung mit einem Rückgang um knapp 5 Prozent auf 58 Billionen Won. Detaillierte Zahlen legt der führende Anbieter von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern wie üblich erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Galaxy S9 bringt weniger ein als erwartet

Der Gewinnanstieg dürfte nach Einschätzung von Analysten vor allem auf das starke Chip-Geschäft zurückzuführen sein, mit dem das Flaggschiff-Unternehmen der Samsung-Gruppe mit Abstand das meiste Geld verdient. Dagegen sei der Absatz des neuen Smartphone-Spitzenmodells Galaxy S9 zuletzt geringer als erwartet ausgefallen, berichtete die Agentur Yonhap. Die S9-Reihe wurde Ende des ersten Quartals auf den Markt gebracht.

Der Apple-Rivale bekommt auch weiter kräftig die Konkurrenz aus China zu spüren. Die Marktforscher von Gartner gehen davon aus, dass der Druck auf den südkoreanischen Hersteller in diesem Jahr andauert.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

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