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Empire State Building mit Wiki-Link

Ein Studienprojekt aus Wien soll Objekte und Gebäude aus der physikalischen Welt mit dem Online-Lexikon Wikipedia verknüpfen.

07.01.2006, 16:27 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Kultururlaub mal ohne Reiseführer: Ein Wiener Student und ein New Yorker Software-Architekt wollen Sehenswürdigkeiten direkt mit dem Internet verlinken. Alexis Rondeau und Stan Wiechers setzten Hyperlinks auf New Yorker Gebäude.
Geht nicht? - Geht doch!
Semapedia heißt das Projekt der beiden Jungs und wurde von den beiden letzte Woche auf dem 22. Chaos Communication Congress in Berlin vorgestellt. Das Konzept ist dabei einfach: Der Hyperlink zur entsprechenden Wiki-Seite wird durch einen Barcode ersetzt, welcher über den ISO/IEC16022-basierten Datamatrix-Standard codiert wird. Wie in einem Supermarkt bringt man den Barcode nun an einem Gebäude oder Objekt an. Wer Informationen über die Sehenswürdigkeit haben möchte, fotografiert den Barcode mit seiner Handykamera ab. Der Barcode wird von einer Software entschlüsselt und der entsprechende Link automatisch über WAP abgerufen.
Chance für den Tourismus
Das Projekt Semapedia ist lange keine Vision mehr. Nach vier Monaten Arbeit existieren bereits über 1000 auf diese Weise "verlinkte" Objekte - 600 davon allein in New York. Rondeau möchte Semapedia vor allem in der Tourismusbranche einsetzen. Zur Zeit wird das Projekt noch von der Universität Wien gefördert und ist nicht-kommerziell im Einsatz. Eine Chance auf kommerzielle Nutzung im Tourismus besteht aber. In den nächsten Monaten will Rondeau mit internationalen Tourismusbüros Kontakt aufnehmen, um das Angebot von Semapedia zu erweitern.

(Philip Meyer-Bothling)

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