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Eltern verärgert: Hälfte der Jugendlichen ist zu viel online

Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sind nach Ansicht ihrer Eltern zu viel online. Aber nur drei von zehn Elternteilen kontrollieren laut einer Studie der Techniker Krankenkasse auf welchen Seiten der Nachwuchs surft.

06.09.2014, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland ist nach Ansicht ihrer Eltern zu viel online. Dass ihr Kind "deutlich zu viel im Internet" surft, sagen 13 Prozent der Mütter und Väter von Sprösslingen zwischen 12 und 17 Jahren, wie eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker-Krankenkasse unter 1.000 Eltern ergab. Mehr als ein Drittel sagte demnach, ihre Kinder surften "etwas zu viel".

Jugendliche technisch gut ausgestattet

Je älter die Teenager werden, desto mehr ärgert Eltern deren Zeit vor Computerschirmen. So finden 60 Prozent der Mütter und Väter von Kindern zwischen 12 und 13 Jahren das Netz-Verhalten noch "völlig in Ordnung". Ist das Kind vier Jahre älter, sind nur noch knapp vierzig Prozent damit einverstanden. Ebenfalls 40 Prozent der Eltern geben laut der TK-Studie aber keine Limits vor. Auch auf welchen Seiten die Sprösslinge im Internet surfen, kontrollieren lediglich drei von zehn Elternteilen.

Technisch gut ausgestattet sind laut der Studie inzwischen die meisten Jugendlichen: Knapp 80 Prozent haben ein Smartphone, 64 Prozent einen Computer, sieben von zehn Jungen eine Spielkonsole. Den Großteil ihrer Freizeit verbringen Teenager im Netz: Zieht man von einem Wochentag acht Stunden für Schlaf und sieben für Schule ab, verbringen Heranwachsende mit durchschnittlich 179 Minuten knapp ein Drittel ihres restlichen Tages online. Auf mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag kommen nur ein Fünftel der Mädchen und 30 Prozent der Jungen.

Mädchen chatten, Jungen bevorzugen Computerspiele - Bücher kaum gefragt

Mädchen nutzen ihre Online-Zeit vor allem für Kommunikation, Jungen sind Computerspiele wichtiger. Bücherlesen finden 59 Prozent der Mädchen und weniger als die Hälfte (44 Prozent) der Jungen wichtig. Lediglich die Hälfte der Mädchen und jeder dritte Junge liest regelmäßig ein Buch, jeder Fünfte liest nie.

(Jörg Schamberg)

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