Spiele

Electronic Arts setzt künftig auf "Pay per Level"

Der weltgrößte Hersteller von Videospielen "Electronic Arts" plant ein neues Vertriebskonzept mit Starterkits für rund zehn Euro und kostenpflichtigen Levels.

04.12.2006, 16:18 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Der weltgrößte Hersteller von Videospielen "Electronic Arts" (EA) plant ein neues Vertriebskonzept. Künftig will der Videospielriese so genannte Starterkits anbieten, die schon ab zehn Euro zu haben sein sollen. Das Starterkit soll mit neuen, kostenpflichtigen Levels aus dem Internet erweitert werden können. Dies kündigte EA-Vorstand Gerhard Florin, der für den weltweiten Vertrieb außerhalb Europas zuständig ist, gegenüber dem Magazin "Euro am Sonntag" an.
Spiele sind zu teuer
"Preise von umgerechnet 50 Dollar sind für viele Fans von Videospielen, vor allem in Asien, schlichtweg zu teuer", sagte Florin. Die Einführung des neuen Vertriebskonzepts soll der wachsenden Zahl von Raubkopien entgegenwirken, die vor allem auf dem asiatischen Markt kursieren. Bislang verkauft Electronic Arts meist Vollversionen auf DVD oder CD-ROM.
Während Konkurrent Ubisoft vor Kurzem ankündigte, künftig noch stärker gegen illegale Downloads aus dem Internet vorzugehen, die IP-Adressen von Tauschbörsennutzern zu ermitteln und sie an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten, verfolgt Electronic Arts somit einen anderen Ansatz. Das Unternehmen setzt darauf, dass die Zahl der Raubkopierer zurückgehen wird, wenn die Spiele zu einem günstigeren Grundpreis angeboten werden. Für die kommenden Jahre prognostiziert Florin ein zweistelliges Wachstum der Branche. "EA wird überproportional davon profitieren", so Florin.

(Denise Bergfeld)

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