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Ekiga 2.00: Linux-Softphone hat viel zu bieten

Ekiga, der Nachfolger von GnomeMeeting, ist in der Version 2.00 erschienen. Neben H.323 wird nun auch das SIP-Protokoll unterstützt.

13.03.2006, 17:41 Uhr
Video Chat© Monkey Business / Fotolia.com

Nun dürfen sich auch Linux-User über ein erneuertes VoIP-Softphone freuen: "Ekiga", der Nachfolger von "GnomeMeeting", ist in der Version 2.00 erschienen. Es soll die erste Open-Source-Anwendung sein, die sowohl den SIP- als auch den H.323-Standard in einem Programm unterstützt.
Two in One
Ekiga bietet nun volle SIP-Unterstützung und kann daher mit vielen VoIP-Anbietern genutzt werden. Es können auch mehrere SIP-Accounts gleichzeitig genutzt werden. Darüber hinaus wird auch das weniger häufig verwendete H.323-Protokoll unterstützt. Die Liste der Features ist lang: Neben Sprachanrufen sollen auch Videoübertragungen möglich sein.
Auch die Tonqualität soll verbessert worden sein: Ekiga unterstützt nun Wideband-Codecs mit 16 kHz und soll durch die "Echo Cancellation" auch unerwünschten Widerhall unterbinden. Zudem soll das Softphone durch STUN-Support nun besser mit NAT-Umgebungen zurechtkommen. Mit Ekiga sind Komfortmerkmale, wie man sie vom normalen Festnetz kennt, ohne Probleme nutzbar. So lassen sich Anrufe weiterleiten oder halten, Mailboxen können mit der integrierten DTMF-Tastatur abgefragt werden.
Bildtelefonie möglich
Verfügt der Gesprächspartner über eine Video4Linux-kompatible Kamera, steht einem Telefonat mit Bild und Ton nichts mehr im Wege. Bislang kann Ekiga nur im Quellcode zum Selbstkompilieren oder als .rpm-Datei für Redhat heruntergeladen werden. Pakete für andere Distributionen sollen folgen.

(Christopher Bach)

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