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Einstweilige Verfügung gegen klarmobil.de

Nach Ansicht von E-Plus wirbt die Billigmarke von mobilcom mit unlauteren Werbeaussagen und erhielt daher nun einen richterlichen Beschluss.

01.02.2006, 16:40 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Kampf auf dem Discounter-Markt der Mobilfunkbranche wird jetzt nicht mehr einzig und allein auf Basis günstiger Preise ausgefochten, auch das Landgericht Düsseldorf muss sich nun mit zwei Wettbewerbern beschäftigen. Wie die mobilcom-Tochter klarmobil.de heute bekannt gab, wurde das Unternehmen von E-Plus mit einer einstweiligen Verfügung bedacht, da es mit unlauteren Werbeaussagen werbe.
In einem Gerichtsbeschluss wird klarmobil.de untersagt, mit Aussagen wie "Kein E-Plus! Keine Versorgungslücken!" oder "Telefonieren im besten Netz" zu werben. Genau diese Slogans hatte klarmobil.de bisher auf Basis eines Service-Checks des rheinisch-westfälischen TÜVs vom März 2005 genutzt.
Netzqualität wichtig
Für klarmobil.de stellt das T-Mobile-Netz, über dessen Infrastruktur alle Kunden des Büdelsdorfer Unternehmens telefonieren, nach eigenen Angaben die nutzerfreundlichere Variante gegenüber dem E-Plus-Netz dar. "Die größere Wellenlänge im Funkbetrieb bei 900 Megahertz erlaubt in ländlichen Gebieten großflächigere Funkzellen, als sie im 1800 Megahertz-Band realisierbar wären", heißt es in einer Mitteilung des Discounters.
Dennoch zeigt klarmobil.de-Geschäftsführer Hartmun Herrmann auch ein gewisses Maß an Verständnis für den juristischen Schritt von E-Plus. "Aus Sicht von E-Plus ist die Beanstandung nachvollziehbar. Immerhin ist der Düsseldorfer Netzbetreiber mit mehreren Marken im Discountgeschäft aktiv." Trotzdem prüfe auch klarmobil.de jetzt rechtliche Schritte. "Es ist schon erstaunlich, dass es nicht einmal den Versuch einer außergerichtlichen Einigung gegeben hat", so Herrmann.

(Hayo Lücke)

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