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Einschaltquoten-Messung bezieht Festplatten ein

In Zukunft wird zusätzlich zur Zahl der Zuschauer, die eine Sendung anschauen, auch gemessen, wie viele sie auf ihrem DVD-Player oder einer Festplatte aufnehmen und erst später sehen.

15.06.2009, 12:08 Uhr (Quelle: DPA)
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Bei der Ermittlung der Fernseh-Einschaltquoten steht zum 1. Juli eine der aufwendigsten Umstellungen der vergangenen Jahre an. In Zukunft wird zusätzlich zur Zahl der Zuschauer, die eine Sendung anschauen, auch gemessen, wie viele sie auf ihrem DVD-Player oder einer Festplatte aufnehmen und erst später sehen.
Auch Gäste werden gezählt
Außerdem werden die Gäste gezählt, die zum gemeinsamen Fernsehabend vorbeikommen. "Mit diesen Neuheiten soll das Bild der Fernsehnutzung noch umfassender erfasst werden", sagt Michael Darkow von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg, die die Quoten im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erhebt.
Parallel zu der Ermittlung der neuen Daten werden sämtliche der rund 8.000 Messgeräte ausgetauscht, die in den mehr als 5.000 Test- Haushalten stehen. Zuletzt war ein Austausch Anfang der 90er Jahre vorgenommen worden. Der Geräte-Austausch kostet die AGF - zu der ARD, ZDF, die RTL-Senderfamilie sowie die ProSieben Sat.1-Gruppe gehören - rund 20 Millionen Euro.
Die AGF verspricht sich von der Umstellung nach eigenen Angaben ein noch exakteres Bild davon, welche Sendung von wie vielen Zuschauern gesehen wird. Die Einschaltquoten werden ermittelt, indem die Fernsehnutzung der repräsentativ ausgesuchten Haushalte auf alle Einwohner Deutschlands hochgerechnet wird. Je mehr Zuschauer ein Programm hat und je mehr Zuschauer die Werbung, desto höher ist der Erlös für die Sender.
Weitere Änderungen folgen
In den kommenden Jahren steht der Quoten-Forschung noch einiges bevor, wenn sie wirklich garantieren will, ein vollständiges Bild der deutschen Fernsehvorlieben zu bekommen. Denn schon heute schauen viele Menschen über ihren Computer Fernsehen oder nutzen die Internet-Seiten der Sender, um Programme im Nachhinein abzurufen oder den Livestream zu verfolgen. Die GfK-Methode aber misst nur das, was über den guten alten Fernseher passiert. Ziel für die kommenden Jahre ist, alle Verbreitungsformen miteinzubeziehen.

(Hayo Lücke)

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