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Einen grüneren Apple, bitte!

Mac-Fans wünschen sich etwas Neues für ihre Lieblinge: grüner sollen sie werden. Nicht, weil das Einheits-weiß langsam langweilig wird, sondern der Umwelt zuliebe.

30.09.2006, 16:22 Uhr
Apple© Apple

Ein schickes Notebook, Werbung für den iPod – auf den ersten Blick wähnt sich der Betrachter auf der klassischen Apple-Homepage: Aber was ist das für ein merkwürdiger Slogan? "I love my Mac. I just wish it came in green" heißt es zur Begrüßung.
Saubere Elektronik, bitte
Mit einer Website ganz im Stil des stylishen Computerherstellers wirbt jetzt die Umweltorganisation Greenpeace für ihre neue Kampagne. Die Aktivisten bekennen sich zu ihrer Liebe für die Design-Schmuckstücke aus dem Hause Apple. Jedoch stelle sich die Frage, warum Macs, iPods, iBooks und Co. giftige Substanzen enthalten, die andere Unternehmen abgeschafft hätten. Design ist eben nicht alles. Greenpeace versucht mit der Apple-Parodie auch ein besseres Umweltbewusstsein zu erzeugen.
Informationen der Nachrichtenagentur pte zufolge ist die Kampagne Teil der Bemühungen der Umweltaktivisten, Elektronikkonzerne zum Verzicht auf giftige Substanzen in ihren Geräten zu bewegen. Die speziell auf Apple zugeschnittene Kampagne ist Kampagnenleiterin Zeina Alhajj zufolge aber keine Boykott-Aufforderung oder Drohung. "Apple ist unbestritten der Trendsetter in der elektronischen Welt, gerade was innovative Konzepte und sauberes Design betrifft", so Alhajj gegenüber pte. Umso wichtiger sei es daher, das Unternehmen und seine Kunden davon zu überzeugen, dass giftige Stoffe wie PVC und bromierte Flammschutzmittel (BFR) in den Geräten nichts verloren hätten.
Keine rechtlichen Konsequenzen erwartet
Greenpeace hofft, dass andere Elektronikkonzerne folgen, wenn Apple mit gutem Beispiel voran geht. Gerade Apple-Liebhaber soll die Kampagne ansprechen. Die Website thematisiert alle Kritikpunkte und Vorschläge der Umweltorganisation in Bezug auf Produktdesign und Recycling. Apple-Anwender sollten das Unternehmen aktiv auf die Problematik hinweisen. Auf die Kampagne habe Apple aber bislang nicht reagiert. Rechtliche Konsequenzen fürchtet Greenpeace wegen der Apple-Parodie jedenfalls nicht. Schließlich sei auf jeder Unterseite klar ersichtlich, dass es sich um eine Greenpeace-Seite handle, so die Organisation gegenüber pte.

(Aleksandra Leon)

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