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Eine Woche ohne Handy fällt Schülern leichter als gedacht

Rund 45 Schüler aus Braunschweig haben für eine Woche ihr Handy oder Smartphone freiwillig abgegeben. Der Verzicht fiel den 15 und 16 Jahre alten Gymnasiasten leichter als gedacht.

22.04.2013, 15:31 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Rund 45 Schüler aus Braunschweig haben für eine Woche ihr Handy oder Smartphone freiwillig abgegeben. Der Verzicht fiel den 15 und 16 Jahre alten Gymnasiasten leichter als gedacht. Verabredungen und Absprachen seien ohne Handy zwar komplizierter, aber dennoch machbar, lautet das einhellige Urteil.

Wann wird aus Gewohnheit Sucht?

"Ich habe bemerkenswert viel Zeit gewonnen", stellte die 16-jährige Isabel fest. Schüler aus zwei zehnten Klassen des Gymnasiums Martino-Katharineum und der Freien Waldorfschule hatten sich an der Aktion beteiligt, zu dem die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat aufgerufen hatte. Dem Präventionsrat gehören Mitglieder aus Politik, Verbänden, Vereinen und Unternehmen an.

Michael Roos, Medienberater von der Diakonie Braunschweig, begleitete das Projekt. Für ihn stellte sich im Vorfeld die Frage, wann aus Gewohnheit Sucht wird. "Es gibt keine verlässlichen Untersuchungen, wie viele Jugendliche ein Suchtproblem mit digitalen Medien haben", stellte er fest und schob hinterher: "Man kann auch von Sport süchtig werden."

Nach einer Statistik des Marktforschungsinstituts GfK hatten 2012 annähernd 100 Prozent aller Schüler über zwölf Jahre ein Handy. Etwa die Hälfte davon waren Smartphones. "Nach meinen Beobachtungen haben mittlerweile schon 85 oder mehr Prozent der Jugendlichen ein Smartphone", so Roos.

(Peter Giesecke)

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