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Eine Woche Gratissurfen über freenetSpeed

Update: Die Redaktion hat den kostenlosen Zugang mit Datenkompression mit verschiedenen Komprimierungsstufen getestet.

30.03.2006, 16:29 Uhr
ISDN© Daniel Kühne / Fotolia.com

Schmalbandnutzer können sich nun über eine ganz besondere Überraschung freuen: Zur Einführung des neuen freenetSpeed-Zugangs kann mehr als eine Woche lang kostenlos gesurft werden.
Mit freenetSpeed soll das Surfen über eine Modem- oder ISDN-Verbindung laut freenet bis zu sechs Mal schneller möglich sein. Damit will der giftgrüne Provider insbesondere die Surfer erreichen, denen kein DSL zur Verfügung gestellt werden kann. freenetSpeed komprimiert alle Elemente einer Webseite (Bilder, Texte, animierte Objekte oder Flash-Animationen), sodass sich die entsprechenden Seiten deutlich schneller aufbauen. Der Grad der Komprimierung lässt sich durch wenige Klicks individuell anpassen. Ein hoher Wert führt bei Grafiken beispielsweise zu einer verlustbehafteten Kompression bei einer niedrigen Auflösung.
Zum Start von freenetSpeed ist der Zugang in der Zeit von 30. März 2006 bis zum 6. April 2006 kostenfrei nutzbar - auch mit Kanalbündelung. Danach surfen die Kunden rund um die Uhr – ohne Mindestumsatz oder Einwahlgebühr – für 1,29 Cent/Min. Abgerechnet wird im Minutentakt. Obligatorisch ist allerdings eine Zugangssoftware, die für alle Interessenten auf der Webseite von freenet zum Herunterladen bereitsteht. Diese funktioniert allerdings nur unter Windows.
Schmalbandkunden sollten sich darüber hinaus über den Punkt 8.6 der AGB im Klaren sein: Mit der Anerkennung der AGB willigt der Nutzer beispielsweise darin ein, dass freenet seine Bestandsdaten zu seiner Beratung, zur Information über neue Produkte, zur Marktforschung und zur Werbung (auch telefonisch) verarbeiten und nutzen darf.
Update: Test des Zugangs
Die Redaktion hat freenetSpeed uber ISDN getestet und konnte bei einigen Seiten leichte Geschwindigkeitssteigerungen verzeichnen. Insbesondere auf Seiten mit vielen Grafiken wirkt sich der Zugang positiv auf die Übertragungsrate aus. Die höchste Kompressions- und damit niedrigste Qualitätsstufe ist nur Nutzern zu empfehlen, die sich durch verzerrte Grafiken nicht gestört fühlen. Hier zeigt die Geschwindigkeitsanzeige der Einwahlsoftware zeitweise 180 kbit/s.
Durch weitere Optionen im Konfigurationsmenü der Software lassen sich animierte Grafiken stoppen oder Flash-Animationen abwehren. Auch der E-Mail-Abruf sowie Usenet- und FTP-Zugriff lässt sich beschleunigen. Nicht so schön: Leider öffnet sich bei jeder Einwahl automatisch ein spezielle Webseite von freenet.
Es bleibt nun zu hoffen, dass der kostenlose Zugang nicht unter der durch die zu erwartende Beliebtheit hervorgerufene Last schwächelt und so vom Speed- zum Slow-Tarif mutiert.

(Tobias Capangil)

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